Für Mama

Ich kann mir nur vage vorstellen wie es für eine Mutter sein muss, ihr Kind in die weite Welt zu entlassen, ohne genau zu wissen was es dort erwartet.

Mama, du kümmerst (und sorgst) dich um so vieles aber wirst du jemals alles verstehen? Oder ist das garnicht notwendig?

Ich danke dir für jeden flüchtigen Einblick, den ich von deiner reinen Liebe bekomme, jedes Mal wenn wir miteinander sprechen.

Ich weiß unsere Beziehung wird niemals nicht kompliziert sein – aber sie wird für immer die sicherste und beständigste aller Beziehungen sein, die ich jeh erfahren durfte.

Zu erkennen, dass du nicht Superwoman bist, war gleichzeitig die härteste und die befreiendste Lektion die ich in meinen Teenagerjahren lernen durfte. Keiner von uns ist perfekt. Alles dreht sich um diese Erkenntnis. Und ich werde für immer daran festhalten, dafür wie ich mich selbst sehe und für diese besondere Verbingung zwischen Mutter und Tochter. Mittlerweile kann ich dankbar sein, für jede Auseinandersetzung, die ich mit dir hatte (sowohl äußerlich als auch innerlich). Dadurch zu erkennen, dass wir uns zwar sehr ähnlich sehen aber doch unterschiedliche Menschen sind, lernte ich Vergebung, mich selbst zu lieben – und zu akzeptieren. Dich losgelöst von deiner Mutterrolle zu betrachten, als Frau, als Person zu sehen, lehrte mich die Bedeutung bedingungsloser Liebe und immer sein Bestes zu geben.

Diese Dinge brachtest du mir bei, vielleicht ohne es überhaupt zu wissen.

Mama, du kannst manchmal so umsichtig sein und in diesen Momenten will ich mehr so sein, wie du. Du kannst mich aber auch ganz schön unter Druck setzen und manchmal merke ich dann wie du das Beste aus mir herausholst, weil ich deine Meinung achte und dich stolz machen will.

Ich musste für mich lernen, mich von deinen Maßstäben zu distanzieren aber als dein Kind will ich mich niemals von deiner Liebe distanzieren.

Heute will ich der Welt zeigen, dass ich meine Mama liebe, weil sie schon so viel für mich getan hat. Unzählige Taten, unzählige Worte, von denen ich viele ablehnte, weil ich weder ihre Bedeutung, noch die liebevolle Intension dahinter sah. Aber letztendlich sehe ich, wie ich immer von ihrer Liebe getragen und beschützt wurde.

Danke Mama, dass du meine Trägheit erträgst und dich immer kümmerst, auch wenn ich manchmal wenig Einsatz zeige.

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~A

For my MUM

I can only imagine what it’s like for a mother to release her child into the world without ever knowing excactly what it may face there.

Mama, you care so much but will you ever fully understand?
Or is that even necessary?

I want to thank you for the glimpses I get when we talk in private, the fragments of your love are so pure.
Our relationship will never not be complicated – but it’ll stay the most secure and stable one I’ve known up to this point in my life.

To realize you aren’t Superwoman was at the same time the hardest and the most liberating thing I have learnt in my teenage years. None of us are perfect. And it’s all about the way we deal with that perception. I will keep this reminder forever, for the way I see myself and for this special bond between mother and daughter. Because of the fights I had with you (externally and internally) and by realizing we may look alike (like a lot) but we are different persons, I was able to learn forgiveness and self love and – acceptance. Also by seeing you apart from being a mother but also a woman, a person I learned the meaning of unconditional love and how to always give the most you can for others.
You taught me these things, maybe without even knowing you did.

Mum, you can be so thoughtful at times and in these times I want to be more like you. You also can put a lot of pressure on me, but that’s because I value your opinion and I want to make you proud.

As a person I felt the need of distancing myself from your standards but as your child I never want to distance myself from your love.

So I want to tell the world today how much I love my mother, for she did so much for me throughout my life. Countless things and countless words, many of which I rejected because I couldn’t grasp the importance of it and I failed to see the motive of love behind it all. But in the long run I see how much I was protected and carried by my mothers love.
Thank you mum for always pushing my lazy ass further and for caring so much even when I gave so little.

[Sorry for not being able to express my emotions in German. I will try to translate though… for my mum, because I couldn’t tell her today. And I think a lot of mothers (of others) should read this, too.]

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Nie genug.

Immer wieder hat mich diese Welt im Griff. Immer wieder umkreist mich das Gift, das sich in meine Gedanken eingeschlichen hat. Immer wieder komme ich vom Weg ab.

Die Schwere liegt so häufig in der Luft und ich bin zu träge um ihr ausweichen zu können… glaube ich manchmal – viel zu oft.
Letztendlich gibt es jedoch immer wieder Momente, in und aus denen ich Kraft schöpfen kann: Wenn ich einer geliebten Person begegne, wenn mich ein Augenblick zum Lächeln bringt, wenn ich diesem Leben eine bestimmte Bedeutung zuspreche und zulasse eine Richtung einzunehmen, indem ich mich bewusst für die Liebe entscheide.

Für einen stand die Entscheidung schon lange vor meiner Entstehung fest: „Ich werde dich immer lieben.“
Anders als mir gelingt es ihm beständig zu sein in allem was er sagt und tut. Und ich weiß, dass er es sich morgen nicht anders überlegen wird, oder übermorgen – niemals. Er hält an seiner Liebe zu mir fest und nicht nur zu mir, sondern zu allen Menschen – ausnahmslos. Und hier gilt keineswegs der Spruch „die Ausnahme bestätigt die Regel“.

Aber wo ist es schon die Regel, dass alle Menschen geliebt werden?
Leben wir nicht in einer Regelgesellschaft, die in Schubladen denkt? Hängen wir nicht in Gruppenzwängen fest und versuchen mühsam gegen den Strom zu schwimmen?
Durch genau solche Fragen verheddere ich mich wieder und wieder.
Aber ich will mich nicht dem allgemeinen Pessimismus hingeben, der mir überall entgegenweht. Ich will kein Abnehmer sein für all die Negativität, die sich mir wie Steine in den Weg vor meinen Füßen legt. Ich will losziehen und die Hoffnung suchen. Denn ich habe sie schon gefunden und ich finde sie immer wieder. Und ich will auch ihr eine Chance geben, mich von ihr finden zu lassen. Denn sie kommt von ihm – dem Schöpfer und Erfinder der Liebe und der Hoffnung, die aus Liebe resultiert. Und er lässt sie wie Frühlingsblumen am Wegrand sprießen, bereit von mir bewundert zu werden, bereit sich von mir pflücken, mitnehmen und weitergeben zu lassen.

Und aus dieser liebevollen Hoffnung entsteht die Gnade, die ich allein durch meinen Verdienst niemals erlangen könnte. Durch sie habe ich die Kraft an jedem neuen Tag zu glauben, mein Bestes zu geben und mich durch den einen zur Umkehr zu bewegen. Immer wieder.
Denn von dir, HERR, kriege ich nie genug.

flawed waters

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The waters may be flawed – yet we keep on swimming. The blood keeps on pouring, pulsing through our veins – it only means we’re still floating.

 

I do not claim that I have already succeeded or have already become perfect. I keep striving to win the prize for Christ Jesus has already won me to himself. Of course, my friends, I really do not think that I have already won it; the one thing I do, however, is to forget what is behind me and do my best to reach what is ahead.
[Philippians 3,12-13 GNT]

 

Ich bin ein gebündelter Haufen aus Prokrastination, fehlgerichteter Motivation, Träumerei und Trägheit. ein Sturm aus Gedanken, die der Definition der Gesellschaft nach unzumutbar sind, für die kein nachhaltiges Verhalten denkbar wäre. Und Stimmen in mir richten und verurteilen mich, machen sich lustig über meine unsaubere Ausdrucksweise, die seit jeher doch eigentlich meine erste Sprache sein sollte. Ich bin ein Mischmasch aus zu vielen Kulturen, von der jeder jetzt ein Streifen Stoff des viel zu bunten Gewandes meiner Identität entspricht. Ich bin ein Chaos, ein Papagei, schlimmer als ein schwarzes Schaf; ein Schaf, dass sich in Blumenfeldern aller Art gebadet hat. Auffällig und unzuverlässig, ressourcenvernichtend, rebellierend und ein Exempel für die stereotypischen „Lebe im Moment“ Studenten, die eigentlich nur studieren um des Studieren willens.

Doch meiner Position wird ein Wert zugesprochen, der unvergleichbar gewertet wird mit dem Rest der Welt. Im Geäst meiner Seele gebärt eine Flamme und versorgt mich mit einem Mut, der jede Art von Ketten pulverisiert. Eine Flamme, die mich erkennen lässt, dass Jemand da ist, der mir zeigt, dass ich meine Augen nach oben, in Funkeln des Liebäugelns richten kann. Soll ich mich doch weiterhin
von den Umständen, und vom Feind gedanklich richten lassen – vollends im Wissen, dass aber Er der letzte Richter über allem ist. Inmitten meiner bittersüßen Definitionen meines Selbst, bewies er mir, dass ich mich selbst akzeptieren und lieben lernen kann.

holy shit.

Es ist ärgerlich, wenn der letzte Bus nach Hause einfach so ausfällt und niemand da ist um dich von der Haltestelle abzuholen. Vielleicht sehe ich es nicht ein mir ein Taxi zu nehmen, vielleicht hatte ich auch ein Bier zu viel, vielleicht brauchte ich aber auch Zeit für mich. Letztendlich hab ich nachts um 1 alle möglichen Abkürzungen gesucht um irgendwie nach Hause und in mein Bett zu gelangen. Und seit langer Zeit hatte ich wieder Angst im Dunkeln und zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Angst vor Wildschweinen. Ich musste einfach darauf vertrauen, dass Gott mich beschützt und nicht zulassen wird, dass mir irgendetwas zustößt. Vielleicht müssen wir manchmal dazu gezwungen werden Zeit mit Gott zu verbringen. Manchmal habe ich einfach keine Lust mich an Gott zu wenden, auch wenn ich genau weiß, dass er mir helfen kann und möchte. Schön blöd! Ich weiß…
.
Warum holyshit? Es ist kein cooler Name, nicht wirklich. Vielleicht ist er auch nicht besonders originell. Aber es gibt so viele dieser Momente, die einfach gerade heraus als „Scheiße!“ betitelt werden müssen. Und wenn wir vergessen Gott genau in diese Momente zu lassen bleibt alles schlichtweg scheiße.

Unbequeme Wahrheiten (shitty facts)

1. Kein Mensch ist perfekt, kein einziger, ausnahmslos.

2. Wir müssen trotzdem unser Bestes geben anderen mit Achtung und Verständnis zu begegnen.

3. Das ist scheiße noch mal schwierig und anstrengend, vor allem wenn man keinen guten Tag hat, oder keine gute Woche oder oder oder.. .

4. Diese schlechten Tage können sich aufaddieren, bis das ganze Leben scheiße ist.

5. Der Mensch tendiert mehr oder weniger dazu die guten Tage auszublenden und sich dann in Selbstmitleid zu verstricken.

6. Aber es ist unsere Entscheidung es anderen unter die Nase zu reiben oder Gott um Hilfe zu bitten.

7. Gott hilft nicht immer so wie wir uns das vorstellen.

8. Entscheidungen zu treffen kann auch scheiße anstrengend sein.

9. Scheiße wird selten zu Gold.

Aber wir dürfen Wunder erwarten, denn alles liegt in Gottes Bereich des Möglichen. Wir haben es mit einem wundervollem Gott zu tun, der gerne gibt, wenn wir ihn darum bitten.

10. …Wir müssen es nur tun.