Wie lange willst du oben bleiben?

Eine Wortansammlung für all die, die sich in einem sich rasant drehenden erste Welt-Land von Lebensaufgaben erschlagen fühlen und sich fragen, wie zum Henker das mit dem Gleichgewicht halten funktioniert.

Man sollte als unbeteiligte Person nicht auf einen Spielplatz gehen, sich umschauen, und erwarten, dass man nicht als seltsam abgestempelt wird.
Wenn man es aber tatsächlich mal tut, stellt man fest, dass da kleine Menschen sind, die auf irrwitzig kleinen Füßen im Pinguinschritt hin-und herwackelnd herumrennen, und alles vergessen, was sich ausserhalb des Spielplatzzauns befindet.
Innerhalb des Zauns erleben sie das Abenteuer ihres Lebens.
Niemand fragt sich, ob diese Kinder Berechtigung haben zu spielen, oder ob es sinnvoll ist, was sie tun, denn das ist gar nicht erst der Maßstab mit dem sie gemessen werden. Dieser Maßstab wird dir erst die Hand gedrückt, wenn du anfängst im Staffellauf des Erwachsenseins mitzurennen.

Auf einer Wippe sitzen sich spielerische Unbeschwertheit und sinnvolle Anstrengung gegenüber.
„WIELANGEWILLSTDUOBENBLEIBENNN??“, schreit die Anstrengung und wiegt mit jeder verstreichenden Sekunde schwerer und schwerer, bis ihre Seite der Wippe am Boden angekommen ist.
Plötzlich habe ich kleine Schuhe an und viel zu kleine Füße, ich schwanke von links nach rechts und laufe wie ein Pinguin. Alles ist so groß und da oben, am anderen Ende der Wippe, sehe ich die leuchtende Unbeschwertheit.
Ohne zu fragen, ob ich sie erreichen kann, weiß ich, dass ich sie erreichen will.
Ich fange an zu klettern, aber meine Arme sind zu schwach und meine Hände zu klein, und ich habe eine dicke, gefütterte Jacke an, in der ich mich kaum bewegen kann und meine Nase läuft.
Außerdem ist die sinnvolle Anstrengung zu dick und ich rutsche ihr, während ich das glatte Holz der Wippe hochklettere, immer wieder in die Arme. Mir ist warm, zu warm, und ich bin so eingeengt, dass ich sauer werde.
Immer mehr Wesen setzen sich an das untere Ende der Wippe hinter, auf, und vor die Anstrengung, wie der übergewichtige Zwölfjährige, der mit fettigen Haaren und ungewaschener Jogginghose, gemein grinsend viel zu groß in jeder Hinsicht ist, um auf dem Spielplatz rumzuhängen. Den Geruch, den er mit sich trägt, kenne ich: Es sind Dinge die erledigt werden müssen, weil sonst eine Schraube aus meinem Lebensgerüst fällt, Aufgaben die sonst niemand übernimmt, Menschen die sonst einsam sind.

Es regnet. Regen macht sauber. Tränen auch, deswegen fühlt man sich immer seltsam befreit, wenn man geweint hat, weil dadurch verkrustete Frustration und Traurigkeit weggespült wird. Aber mein Frustrationskamin lodert, und kein Tränenschwall ist nass genug, ihn zu löschen.
Ich rufe verzweifelt suchend nach Papa, der die fette Anstrengung von der Wippe schubsen soll, denn er ist stark und groß und hat mich lieb, das ist seine Aufgabe, das ist meine Wippe.
Ich rufe suchend nach Irgendjemandem, der etwas anderes wegnimmt, der Aufgaben übernimmt, für die sonst niemand Platz hatte und die deshalb zu mir gekommen sind, ich hab nämlich Angst sie wegzuschubsen, weil meine Hände zu klein sind, und meine Füße auch.
Und überhaupt ist es vielleicht meine Aufgabe, Aufgaben zu haben, wenn niemand Anderes sie tut, oder sie an sich nimmt. Papa zum Beispiel, oder die Anderen.
Wer sagt denn, dass Anstrengung schlecht ist, vielleicht muss es einfach schwer sein und regnen, und man rutscht immer wieder nach unten, weil man jetzt gerade einfach auch mal da hingehört, wo Dinge schwer sind, wo man doch sonst so viel hat – einen ganzen Spielplatz voller Talente und Sachen und den Segensregen noch dazu!

Der Spielplatz ist plötzlich weg, aber die Tränen sind noch da, und außerdem eine Couch und ein Lieblingsmensch, der den Kopf schüttelt und mir sagt, dass er gar kein Bock auf unsere Kirche hat, wenn mein Spielplatz sichtbar wird.
Trotzdem wissen wir beide, dass es irgendwas daran gibt, das sich lohnt. Dass es irgendwann, auch wenn das ‚Irgendwann’ für andere zu spät wäre, einfacher wird. Dass jeder einzelne Versuch und jede Bemühung gesehen und gezählt wird. Wir wissen, dass es ganz vielleicht nicht so schwer sein muss, nur irgendwo ein Fehler im System war, und jetzt sieht das Produkt ganz anders aus, als das, was wir bestellt haben.
Dass es jetzt so aussieht, heißt gar nicht, dass das Produkt so aussehen soll.
Dass ich mich so fühle, als würde das Leben mich zerquetschen, heißt nicht, dass mein Leben eine riesige Metallpresse ist, und ich dazu berufen bin, ein kaputtes Auto zu sein.

Ich bin inzwischen groß, weiß, dass Umstände nicht unveränderlich sind, und ich Einfluss darauf habe, was mich umgibt. Auch wenn ich mich innerlich so fühle, als wäre ich noch drei Jahre alt und hätte kein Balancegefühl.
Manchmal habe ich das auch immer noch nicht und meine Fußspitze bleibt am Bordstein hängen, während ich zum Spielplatz zurücklaufe.

Dort ist ein kleines Mädchen, das mit angestrengt rotem Gesicht versucht die Tränen zurückzuhalten und auf einer Wippe ans obere Ende zu klettern.
Am unteren Ende sitzt die Anstrengung und die Arbeit. Sie haben sich mit Pflichten und Verantwortung vollgefressen, und jede Menge schwere Gewichte, nämlich Dinge, die man eben tun muss, an das untere Ende der Wippe gehängt.
Ich gehe dorthin, und schneide nacheinander Seil für Seil der Gewichte durch, aber nicht alle, sondern gerade so viel, dass die Balance wiederhergestellt ist.
Anstrengung und Unbeschwertheit halten sich jetzt die Waage, Spielerei um des Spielens und der Freude Willen und Aufgaben und Arbeit sind auf Augenhöhe.
Sie schauen einander an, und das kleine Mädchen sitzt verblüfft, noch mit tränennassen Augen auf der Wippe, auf einer schönen Parkbank, und schaut nach links und nach rechts, wo jetzt keine unerreichbaren Höhen mehr sind, sondern Flachland.

Der Regen hat aufgehört, und ich schmecke mit jedem Atemzug das Leben. Manchmal schmeckt es bitter, manchmal sehr süß, manchmal undefinierbar. Aber auf jeden Fall könnte das wahre Leben, das mit der Fülle und dem Weg und der Wahrheit immer nach Ewigkeit schmecken.
Wenn es aber nichtmal nach Hoffnung schmeckt, ist irgendwo ein Fehler im System, denn Hoffnung schließt keine trüben Zeiten aus.

Irgendjemand lacht hell. Ich war schon im Begriff zu gehen, da drehe ich mich um und sehe, wie noch jemand auf die Wippe zurennt und hochklettert, genau in der Mitte. Die Person wird immer größer und ich erkenne sie, wie ich davor erkannt habe, dass ich loslassen und Gewichte abschneiden darf.
Es ist meine gute Freundin, die Dankbarkeit.

Klarsichtfolie

Vorwort/Disclaimer: Dieser Text soll so behandelt und gelesen werden, wie es eben der Kern aussagt.

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Unangenehm fühlte sich die Spannung meiner Stirnmuskeln an, als diese versuchten, meine Augen vor dem blendendem Spotlight zu bewahren. Schon lief mir das salzige Körperwasser von den Drüsen, küsste mein viel zu enges hellblaues Hemd um genüsslich als Fleck im Achsel durchzubrennen. Es war nicht einmal heiß, aber die aufmerksamen Augen, die unten auf den Stühlen auf mich gerichtet waren, verifizierten mit ihren Laserstrahlen aus stiller Hinrichtung meine Annahmen. Der Scheiterhaufen, von dem ich mich jahrelang drücken konnte, wurde zum Schlachtfeld, auf dem ich mich wie Kanonenfutter fühlte. Doch nun gab es kein Zurück. Das gleißende Licht weckte einen anderen Gedanken in mir.
„Herrlich“, dachte ich mir, „Gott sieht zu.“ Und im selben Atemzug verdammte ich mich selber für den innerlich sarkastischen Unterton den ich mir dachte. „Sorry Gott, ich bin ein wenig ängstlich wie du siehst.“, betete ich, „Aber du weißt, dass ich weiß, wir wichtig diese Position ist, in der ich stehe, und deswegen-“

Mit einem tiefem Atemzug strich ich mit meinem Handrücken über die Schweißtränen in meinen Augenbrauen und begann zu sprechen. „Hal-„, Husten suchte mich auch noch heim, als ich merkte, dass meine Stimme noch ihren Powernap vollzog. „Hallo liebe Leute.“ Okay, cool, stabil, supergeil, Stimme, dass du mir doch hilfst, dachte ich mir und fasste nochmal langsam literweise Luft.

Ich fing an zu reden: „Erstens, ich muss euch danken. Danke, dass ihr skeptisch seid. Und doch, für alle, die mir willig zuhören wollen- glaubt nicht direkt was ich sage. wenn ihr nur mit Gefühl zuhört, dann tut ihr euch nur am Ende weh. Deswegen Danke, dass ihr auch mit eurem Kopf zuhört und mich prüft, auch wenn es mich erdrückt, um ehrlich zu sein. Umso mehr aber will ich euch zeigen, dass unser Gott auch plausibel und logisch ist. Nun sage ich aber auch Danke an alle, die sich mit offenem und ehrlichem Herzen sich darauf einlassen, verändert werden zu wollen. Beides ist extrem wichtig, wenn man etwas nicht von mir, der hier vorne steht und die Begabung- nein, eher die Berufung hat, zu euch zu sprechen. Aber nicht als ich, sondern als jemand, der als Kommunikationsmittel benutzt wird. Aber es ist wie mit jedem Menschen- wir schwanken, und nicht alles, was wir hier erzählen, ist perfekt in der Formulierung, und ich bete, dass es solche Phrasen doch gibt, und dass genau diese zu euch ins Herz, aber auch in euren Gedanken lebensverändernde Wahrheiten sprechen. Es ist was anderes, wenn ich mit Enthusiasmus, oder mit kühler Ernsthaftigkeit euch vermittle, was die Nachricht Gottes für euch ist. Deshalb fragt euch, ‚Wäre es für mich auch einleuchtend und so emotional gewesen, wäre es anders vorgetragen worden?‘ Wenn ihr Ja sagt, und dass mit voller Gewissheit, dann habt ihr Wahrheit gefunden.
Aber prüft auch die Fakten. Und deswegen sage ich euch: Lest selber in der Schrift, die uns weitergegeben wurde, und zwar in den verschiedensten Übersetzungen, auch in anderen Sprachen, falls ihr eine andere beherrscht.
Wenn ihr Menschen begegnet, die euch Fakten verkaufen, die nicht belegbar sind mit legitimen Statistiken, dann seid ihr auch nicht gewillt, ihnen zu glauben, oder doch? Und so ist es auch mit dem Wort. Das Wort ist das Einzige, an was wir uns selber klammern können, und Diskurs führen können. Wenn ihr mir zuhört, dann habt auch eine Diskussion mit euch selber und eurem Wissensstand. Wenn ihr Gott nie hinterfragt, dann kann keine geistliche Entwicklung stattfinden. Ich bin äußerst froh, als Hilfe und in der Führungsposition zu stehen, aber was ich hier zum ersten Mal vollziehe, mag wesentlich unwichtiger sein als das, was ihr beim Lesen des Wortes erkennt.
Prüft euer Herz und euren Verstand. Prüft mich und meine Formulierungen und Thesen. Prüft meine Grundlage, meine Wahrheiten. Denn meine Intention ist niemals, Gott als jemanden darzustellen, der er nicht ist. Meine Intention ist niemals euch noch mehr zu verletzen, als ihr es vielleicht schon seid.“
Pause. Das Licht strahlte immer noch in meine Pupillen, vielleicht sogar etwas stärker. Ich war erstaunt, was ich von mir gab, so unerwartet es auch kam, und die Paaren von Augen auf mir schienen es mit väterlicher Zustimmung aufzunehmen. Eine Welle von Stoßgebeten- nein, eher Stoßjubel und Stoßlobpreisung übermannte mein Herz, und ich fühlte wie mein etwas angespannter Mund sich entspannte, und langsam zu einem strahlendem Lächeln verzog.
„Ich bin ganz dein. Nutz alles was ich bin. Auch wenn es mich unbeliebt macht, deine Wahrheit soll jetzt sprechen.“, betete ich in das mir bereitgestellte Mikrofon und ging erfüllt und gefüllt in die nächste Runde: „Ja, die Transparenz. Für mich persönlich eines der besten Prüfungen die man stellen kann, wenn man so Glück hat und mal hier vorne steht und mal predigen darf. Wenn ich hier vorne stehe, bin ich ein Gefäß für die Wahrheit, und wenn das Gefäß schon falsche Lügen und Geheimnisse enthält die sich mit der Wahrheit die Gott in mich hineingießt, dann wird das lebende Wasser trübe und schmeckt im Nachhinein etwas verdünnt. Vielleicht auch bitter. Damit ihr euch nicht mit dem Wasser abgeben müsst, dass mit dem Schweiß des Teufels gesalzen ist – denn diese Bereiche in die ich Gott vielleicht nicht reingelassen habe, sind Bereiche für die der Teufel schuften musste, dass ich sie vielleicht nicht erkenne. Sie mögen tief verwurzelt sein und ich benenne sie möglicherweise als meine Identität. Aber das Wissen, dass mein Charakter fehlerhaft ist, lässt mich überhaupt in erster Linie das alles hier sagen, und ich habe nicht einmal mit meinem eigentlichen Thema angefangen.“ Vereinzeltes Gelächter brach aus, welches ein Gefühl in mir auslöste, als kämen aus jedem lachendem Mund Engel, die das Gewicht auf meinen Schultern und meinem Herzen nahmen. Ich schien mich gut zu schlagen und dieser Eindruck richtete mich ein wenig selbstbewusster auf, ließ meinen Arm ausstrecken und meinen Zeigefinger gen Himmel weisen: „Ich will nicht sagen, dass ich hier nur Lügen und Stuss erzähle, denn der Heilige Geist leitet uns auch immens in dem was wir sagen, und dennoch merke ich, dass manche Behauptungen, die ich habe, vor das Gericht Gottes kommen, in dem ich merke, dass der Heilige Geist mich verurteilt. Und dann ist die Entscheidung da, mit dem zu gehen, was Gott selber dazu sagt und damit mit der Wahrheit zu gehen, oder mit einer Halbwahrheit, die der Teufel mir zusteckt, weil sie mir einfach ein Gefühl gibt, es gut zu machen, obwohl ich dort sicherlich Heilung und Erkenntnis brauche. Deswegen bete ich für jeden Menschen, der mir zuhört, dass er meine Position infrage stellt- hoffentlich mit der nötigen Liebe und Zärtlichkeit, denn ich möchte nicht als emotionales Wrack enden, dass sich Zuhause in der Ecke literweise Eis schaufelt und Taschentücher vollheult -“ Eine neue Welle des Kicherns wandelte die einst dunkle Kriegsatmosphäre in eine Ambiente, dass nach alten Büchern und an einer Tasse Tee mit einem Schuss Wissensdurst erinnerte. Nach einer kurzen Pause zog ich den Faden weiter: “ Ich will gewiss sein, dass ich immer mit Ehrlichkeit antworten kann, wenn jemand aufsteht und mich nach meinen tiefsten Verletzungen fragt. Und das ist die Herausforderung und der Kampf den wir haben als Diejenigen, die das Wort predigen. Im Idealfall, werde ich nicht nur den Heiligen Geist in mir, sondern auch von dem, der in euch wohnt, geprüft.

Aus diesem Gründen will ich nicht erst, dass ich gefragt werde, ob ich das, was ich predige, auch lebe, sondern versuche dies so vorweg zu nehmen, indem ich transparent mit meinem eigenem Glaubensleben bin und meine Verfehlungen, Sünden, Erfahrungen, aber auch Wunder und Zeugnisse direkt mitteile.“

Mein Blick ging durch jede einzelne Reihe, und fand aufmerksame und erweckte Geister, die mich nicht mehr richteten, aber dennoch heilige Prüfsiegel bereithielten.
„Gut, anscheinend habt ihr verstanden, was meine Position bedeutet, für mich, aber besonders für euch. Nun,“ ich ließ ein kurzes Lachen über meine Lippen zergehen,“Ironischerweise habe ich nicht einmal das Wort Gottes als Beweis zitiert. Als Beweis, dass wir die Leute auf den Podesten prüfen sollen. Obwohl wir in einer Zeit leben, in der kritisches Denken hoch gepreisen wird – was vermutlich eins der einzigen Dinge ist, die die Gesellschaft zurzeit vielleicht richtig macht- ist dies wichtig, es mit einem Wort von dem Apostel Paulus abzurunden; wir lesen in 1. Johannes 4, ab Vers 1: ‚Liebe Freunde, glaubt nicht jedem, der behauptet, seine Botschaft sei ihm von Gottes Geist eingegeben, sondern prüft, ob das, was er sagt, wirklich von Gott kommt. Denn in dieser Welt verbreiten jetzt zahlreiche Lügenpropheten ihre falschen Lehren. An Folgendem könnt ihr erkennen, ob jemand sich zu Recht auf Gottes Geist beruft : Wer sich zu Jesus Christus als zu dem bekennt, der ein Mensch von Fleisch und Blut geworden ist, hat den Geist, der von Gott kommt. Wer sich nicht zu Jesus bekennt, hat nicht den Geist, der von Gott kommt. Aus ihm spricht vielmehr der Geist des Antichrists. Ihr habt ja gehört, dass dieser ´Lügengeist` in die Welt kommen wird, und inzwischen ist er bereits da.‚“

Als ich die Bibel mit einem sanftem Schubser schließ, betete ich.
„Ich bekenne Jesus Christus als meinen Retter und Erlöser. Er bezahlte alle meine Sünden und erneuerte mein Herz, damit ich dies an die restliche Welt weitergeben und erzählen darf.
Ich stehe hier nicht für mich, sondern stelle mich vollends Gott zur Verfügung, damit er das ganze Lob erfährt. Ich glaube, dass er eine Nachrichten meinen Geist legt, die ich aufnehme und weitergeben soll. Darum bete ich um volle Demut und Erkenntnis meiner eigenen Schwächen, und tue genau diese offenbar, damit Gottes volle Kraft wirken kann, denn er nutzt meine menschlichen Fehler, und gibt sie weiter als reine Weisheit, Ermutigung, und Liebe weiter. Amen.“

….

Wer bereit ist, das zu tun, was Gott will, wird erkennen, ob meine Lehre von Gott ist oder ob ich sie mir selbst ausgedacht habe. Wer seine eigenen Ansichten vorträgt, dem geht es um seine eigene Ehre. Glaubwürdig ist jemand, dem es um die Ehre eines anderen geht, um die Ehre von dem, der ihn gesandt hat. Der hat keine falschen Absichten.
Johannes 7:17‭-‬18 NBH
https://bible.com/bible/877/jhn.7.17-18.NBH

Liebe Freunde, glaubt nicht jedem, der behauptet, seine Botschaft sei ihm von Gottes Geist eingegeben, sondern prüft, ob das, was er sagt, wirklich von Gott kommt . Denn in dieser Welt verbreiten jetzt zahlreiche Lügenpropheten ihre falschen Lehren. An Folgendem könnt ihr erkennen, ob jemand sich zu Recht auf Gottes Geist beruft : Wer sich zu Jesus Christus als zu dem bekennt, der ein Mensch von Fleisch und Blut geworden ist, hat den Geist, der von Gott kommt. Wer sich nicht zu Jesus bekennt, hat nicht den Geist, der von Gott kommt. Aus ihm spricht vielmehr der Geist des Antichrists. Ihr habt ja gehört, dass dieser ´Lügengeist` in die Welt kommen wird, und inzwischen ist er bereits da.
1. Johannes 4:1‭-‬3 NGU2011
https://bible.com/bible/108/1jn.4.1-3.NGU2011

Wie ich mir selbst [und dir] im Weg stehe

Ich bin kein Morgenmensch. Wie zähes Gummi ziehen sich die Bewegungen in den ersten Stunden des Tages. Mein Blick ist starr auf die Dinge und durch die Menschen hindurch gerichtet. Am Morgen kommen meine schlimmsten Eigenschaften zum Vorschein und diese zu durchbrechen fällt mir extrem schwer. Ich ziehe mich zurück in meine eigene Innenwelt. Meine Gedanken lösen sich von meinem Körper und laufen mir davon. Ich flüchte mich in ein Buch oder in die Weiten der musikalischen Melancholie. Die Wirklichkeit versucht mich einzuholen aber sie erreicht mich nicht… nicht wirklich.
Sprich mich nicht an, ich will in diesen Momenten unerreichbar sein.
Aber um welchen Preis?

„Würde meine Produktivität nicht erst um 10 Uhr Abends ihren Höhepunkt erreichen könnte ich früher schlafen gehen und morgens auch mal wacher und lebendiger sein.“ – Ein Glaubenssatz, den ich übernehmen oder verwerfen kann.

Ich könnte die Dinge so laufen lassen, sie vor mir hinschieben und hinter mir herziehen. Ich könnte mich durch meine Gewohnheiten definieren lassen, sie zu meinem Charakter machen. Dann wäre ich die Nachteule, die Träumerin, die Introvertierte, die Unnahbare… ich würde mich selbst in Schubladen stecken und diesen wiederrum Stempel aufdrücken, nur um mein Verhalten zu rechtfertigen. Ich könnte mir ein Bild von mir selbst konstruieren, das mir gefällt und mich eventuell von der Masse absetzt.

Aber was ist wenn sich dieses Bild dann plötzlich verselbstständigt?
Und was ist wenn andere Menschen in mein Blickfeld treten?

Mein Ego würde erkennen, dass es nicht alleine existiert – und es wäre verwirrt.
Doch ich sehe genauer hin und ich erkenne, wie wir uns unterscheiden und ich sehe welche Gemeinsamkeiten uns verbinden.
Du bist nicht ich aber du zeigst mir eine vergangene Version meines Denkens.
Ich erkenne Hilflosigkeit, Unsicherheit und Angst davor,
dass das Innere nach außen dringen könnte –
das tut es schon –
wer hinsieht begreift.
Aber es ist gut so,
denn wir sind nicht allein
– wir sind fast ein halbes Dutzend
wenn ich mich aufraffen würde,
mich in deine Richtung bewegen…
Wenn ich mich dafür entscheide
dir Aufmerksamkeit, Liebe und Vergebung zu geben.
Ein tagtägliches Geschenk,
das mir selbst ermöglicht zu leben.

~ Anne

~schön zu sein~

IMG_20181106_201522_080.jpgDu schaust mich an, fragst wie es mir geht
Und während ich noch überlege
was ich darauf wohl am besten antworte
Wird mir klar, dass diese Lüge, die ich gerne nennen würde
– Um vor mir selbst nicht ehrlich sein zu müssen und dich nicht zu verletzten –
Du würdest mir diese Lüge nicht glauben.
Zu oft sind deine Blicke durch meine zaghaft aufgerichtete und mit einem Lächeln festgehaltene Fassade gebrochen.
Du würdest mir nicht glauben.
Dafür stand ich heute morgen nicht lang genug im Bad.
Nicht lang genug vorm Spiegel.
Hab nicht erkannt, was mein Gesicht zeichnet und nicht überschminkt, was ich gern verborgen gewusst hätte.
Doch hat das helle Sonnenlicht auch mich überrascht,
mit dem was es nun ins Licht gerückt hat.
Hab ich doch selbst nicht damit gerechnet,
dass sich meine Freude all zu schnell alleine fühlt.
Und sich dieser Drink des Neuanfang
aus mehr Komponenten zusammenaddiert.
Und so schmiegt sich an die Freude ein Schuss Wehmut,
die ausgepressten Erinnerungen guter Freundschaften
und das bittere Aroma
feine Tropfen unerfüllter Erwartungen.

Geschüttelt – nicht gerührt.
Denn das macht angeblich den perfekten Drink aus
Doch in mir wirbelt es nur alles durcheinander.
Und lässt mich mit diesem üblen Gefühl in der Magengrube sitzen.

Also was soll ich dir antworten auf die Frage,
wie es mir geht?
Wie es ist hier zu sein?
Ja ich hab mich sehr auf diesen Ort und all euch Menschen gefreut
-die ihr mich jetzt fragend anschaut und mich doch ein bisschen überfordert
mit all eurer überschwänglichen Euphorie.

Und das tu ich noch immer, mich freuen.
Auf euch, auf alles was kommt und auf den Tag danach.
Doch ging mir alles zwei Schritte zu schnell.
Lass mich kurz hier sitzen, den Moment verweilen.
Frag mich in drei Tagen nochmal!
Wenn ich den Wald nicht mehr so allüberschattend, die Stadt nicht mehr so voll, laut und groß wahrnehme.
Obwohl es Vormittag ist und die meisten noch in den Schulen und Büros sitzen und erst allmählich auf die Straße treten.
Frag mich in drei Tagen noch mal.
Vielleicht ist es nur eine Entscheidung.
Meine Entscheidung.
Die ich allein selbst treffen kann.

Du schaust mich an, fragst wie es mir geht.
Und während ich noch überlege was ich darauf wohl am besten antworte.
Wird mir klar, es geht mir gut!
Ich schau dich an, kann lächeln.
Danken – denn es ist immer noch schön da zu sein!

My silver lining

Sometimes everything floats and I’m here tied down – unable to move.
Even my eyelids are too heavy to lift.

When I realise how much I left undone guilt comes crawling.
And there’s so much it attracts:

There’s selfdoubt – ignoring every past achievement.

There’s disappointment – for I know I could do better.

There’s defiance – I don’t even know where that comes from.

And finally there’s fear.

But the moment just before HOPE leaves me – there’s a memory, my silver lining.

I remember PEACE and I instantly know it’s not lost, I just forgot to embrace it.

And there’s LOVE which is still carrying me. It’s the one thing that never left and never will.

That’s the moment I let go of my doubts because I know where love is around there’s no space left for fear to settle – love never fails.

~ Anne

Eiswürfel

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Das Eis schmilzt in der durchsichtigen Flüssigkeit. Sein Pullover riecht nach ihm und ich will darin versinken. Wie in einem Bett in das man sich nach einem zu langen Arbeitstag fallen lässt, zwischen die riesigen Kissen und direkt unter die Decke. Bald sind nur noch wenige Eiswürfel übrig.
Das Mädchen wirft die Hände in die Luft und ruft es laut heraus: „Heute sind wir jung und am leben und das soll ruhig jeder wissen“. Denn zu leben ist das einzige Vergehen, dass man sich fast leisten kann. Das Entschuldbarste von allen. Wer ist schon zurechnungsfähig im Eifer des Gefechts wenn so viel auf dem Spiel steht.
Manchmal will man auch nur ein Mädchen sein. Man will das Mädchen sein, dass alle anstarren wenn es den Raum betritt. An dem jeder Blick hinunter und hinauf fährt, wegen dem man fast unwillkürlich pfeift, warum, das ist die andere Frage. Manchmal möchte man einfach nur sehr schön anzusehen sein. Und eine Zierde für seinen Verstand bilden. Und manchmal auch eine Zierde für seinen Freund.
Ich bekenne das, schließlich ist es besser es zu sagen als so zu tun als wäre ich als Feministin kein Mädchen. Als wollte mein Frauenkörper nicht die Anerkennung seines Männerkörpers. Aber vor allem sehnt sich meine Gedankenwelt nach seinem betäubenden Geruch. Diese Mischung aus Liebe, Zuhause, Familie und „mit mir wirst du Abenteuer erleben“ ist was mich immer wieder groß träumen lässt.
Lass uns groß träumen.

 

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A collection of sweat on my left eybrow tilted, causing a drop to run into the corner of my eye. I let out a grunt and wiped the liquid away with my wrist. Trying to remember the last time I was handling the bars of my bicycle made me feel like a grandpa with alzheimers playing chess. My quads even felt like ancient machineries reviving after still decades of moss and cold mold.

At least, what I got to see with my spare eye was all worth it. The sun was smiling and the white clouds were dancing and the trees were trying to relieve me with their broad roofs of green and fruits of red, in the end failing to cover the sizzling asphalt I was surfing on. But this time it wasn’t the nature. It didn’t even bother me one bit. In the distance on the straight road I saw another bicycle, painted with smiling yellow, working his way up a hill, or to me, floating in spite of physical laws.

And on that bike, there was a figure I couldn’t help myself but to follow.

Suddenly, something jumped in my chest area, and my brain sent a flash of signals to my ancient machineries to push the pedals harder to catch up, to speed up, to step up.

Even though my road was still flat, I was struggling to increase my tempo. Seeing the yellow bike get smaller and smaller, I got more frustrated, and I kept pushing harder, my legs felt like stone crumbling down to dust. My throat dried because of how hard I was wheezing, I even wasn’t even looking straight forward anymore, instead my head was hanging down, one eye screwed up by the sweat and the other almost closed as well, only seeing gray shades and white stripes of the asphalt road benath me.

Huff, huff, huff-

In the midst of wearing out my body drastically, there was a weird calmness inside my head, a room that echoes voices, asking, ‚Why? Why make the effort? Just rest for a tiny bit and maybe catch up later?‘, and I knew the answer but I was too focused on kicking the pedals that I couldn’t answer back. Slowly, new waves of resistance at my feet kept flooding me- it seemed like I reached the hill. The burning was unbearable and my body was getting weaker with every circular push and my lungs hungrily devoured all of the 21 percent oxygen that was available in the air, screaming and crying for more like a greedy child.
But I kept going on. I definitely was a lot slower than before, but the option to stop was sounded more like killing myself than actually killing myself due to physical exhaustion. But I knew that’s what I wanted. The flesh was reaching its limits and the sensation of a bomb about to burst was painfully real.

As I started to lose balance while my movement slowed , almost falling back the hill, faintly, I heard something whisper. No, it wasn’t a whisper, it was a call.
In a blink, feeling more like a
whole two minutes I remembered.
What happened next was something I would never say, in true honest words, was me.
My stomach tightened and both of my eyes stared open, i could nearly feel fire coming out of them as my legs straightened and raised me from my seat. I let out the loudest scream of my life, it felt like a lions roar and started to push to my utmost limits. I was looking at the top, at the blue skies, at heaven. And before I realized it, I broke down at the very top of the hill. I landed ond something refreshing, which turned out to be freshly cut grass.

I didn’t know how long I was laying there before a voice said,

‚You sure took your time.‘

The chill that went down my spine that was extremely intense and I could sense something in my worn out body that soothed it calmly.

‚I know, I was kinda getting lost along the way‘, I tried to respond with my hoarse voice. I could hear birds chirping in the distance, and the breeze that went over me felt like true peace. I really wanted to move my head to see, but I was paralyzed by the pain and exhaustion, at least I was getting enough rest for my lungs to calm down, even though the asthma made it hard to catch full breaths.

‚Yeah, but I am glad you made it.‘
Again, a chill, but now with a warmth inside of my heart that made my nose scrunch and made me feel like crying. It definitely was the voice that called me back when I was about to faint. I smiled and as I was about to tear up I said,

‚I did this because of you. And with only you I was able to. I asked myself so many times why-‚

‚You didn’t ask yourself, that was somebody else. He is not going to challenge you any longer, I am here now.‘

And there I went sprinkling the grass with my tears, mixed with some last sweat. I tried to keep it down so that it wouldn’t be noticed, but it was of no use. In every sentence I heard with my ears I could feel the same things I felt so long inside of my heart. With the last energy i had left I lifted up my head, and tried to look the way the voice came from. I could see the bike in that smiling yellow, leaning against a big old tree, underneath his roof I was resting in the shade. And by the roots I could make out something in silky white, maybe a dress. My head fell down on its own, and before I was passed out, I said,
‚You know, I have always-‚

‚I know. Me too.‘