Traumzauberbaum

 

Nun – einmal stehn und ruhn,
bevor sie weiter geht.
Innehalten – durchatmen.
Da steht sie nun und kann mal ruhn.
Nach all dem was ging, vor all dem was kommt.
Inmitten ihres Gleichen
stellen sich für sie ganz unbemerkt und doch ganz klar, allmählich nun die Weichen.
Da steht sie nun
kann in sich ruhn
Das was sie war – so wie sie sich sah
einst klein und fein – so stand sie da.
Am ersten Tag noch etwas zart
Doch jetzt steht sie da, auf ihre Art,
ganz ruhig und fest.
Einst sprang sie so aus ihrem Nest
Jetzt steht sie da
Die Sonne strahlt sie an
und weil sie scheinst gar nicht anders kann
strahlt auch sie. So steht sie da.
Die Sonne im Gesicht
und Wind kommt auf. – Er zieht an ihr.
Doch das stört sie nicht.
Denn sie weiß jetzt was sie kann und wer sie ist.

Traumzauberbaum

Ist wie ein Baum.
Ist fest verwurzelt – und doch beweglich.
Sie wiegt im Wind und tanzt mit ihm
Und kommt auch bald ein Sturmtief auf
wirbelt Zweifel, Ängste, Trübsal auf
beraubt sie ihrer Blätter, lässt sie im Regen stehn
ist das okay – die Zeit wird weiter gehn.
Und ist sie auch mal einsam, kalt und rau
erblickt sie eines Tages wieder himmelblau
den weiten Horizont.

Denn da steht sie nun – kann in sich ruhn.
Hat viel erlebt, sich stehts bewegt und gelebt
Hat Geduld probiert – gelernt.
Da steht sie nun – kann in sich ruhn
Denn sie ist schon wer – und kann so viel.
Sie ist ein Traumzauberbaum inmitten seines Gleichen.
Vielleicht auch nur ein Traumzauberbäumchen
Inmitten seines Gleichen
Der in sich viele Träume hegt
und sie in sich zauberhaft bewegt
Denn jedes dieser Pflänzchen sprießt
und wenn man´s gießt wird daraus ein großer Baum
Grad wie in einem Traum
wunderschön, wie er fest und sicher steht, sich dennoch stehts bewegt
stehts durch alle Zeiten geht
wie er mal hell – dann dunkelgrün,
dann bunt und glitzernd weiß
in seiner Pracht erstrahlt
fängt immer wieder an zu blühn…

Da steht sie nun
als Traumzauberbaum
Hält sie fest an ihrem Traum
Und dem Zauber, der sie umwebt
und auf ihrem Weg stehts mit ihr geht…

 

Für Mama

Ich kann mir nur vage vorstellen wie es für eine Mutter sein muss, ihr Kind in die weite Welt zu entlassen, ohne genau zu wissen was es dort erwartet.

Mama, du kümmerst (und sorgst) dich um so vieles aber wirst du jemals alles verstehen? Oder ist das garnicht notwendig?

Ich danke dir für jeden flüchtigen Einblick, den ich von deiner reinen Liebe bekomme, jedes Mal wenn wir miteinander sprechen.

Ich weiß unsere Beziehung wird niemals nicht kompliziert sein – aber sie wird für immer die sicherste und beständigste aller Beziehungen sein, die ich jeh erfahren durfte.

Zu erkennen, dass du nicht Superwoman bist, war gleichzeitig die härteste und die befreiendste Lektion die ich in meinen Teenagerjahren lernen durfte. Keiner von uns ist perfekt. Alles dreht sich um diese Erkenntnis. Und ich werde für immer daran festhalten, dafür wie ich mich selbst sehe und für diese besondere Verbingung zwischen Mutter und Tochter. Mittlerweile kann ich dankbar sein, für jede Auseinandersetzung, die ich mit dir hatte (sowohl äußerlich als auch innerlich). Dadurch zu erkennen, dass wir uns zwar sehr ähnlich sehen aber doch unterschiedliche Menschen sind, lernte ich Vergebung, mich selbst zu lieben – und zu akzeptieren. Dich losgelöst von deiner Mutterrolle zu betrachten, als Frau, als Person zu sehen, lehrte mich die Bedeutung bedingungsloser Liebe und immer sein Bestes zu geben.

Diese Dinge brachtest du mir bei, vielleicht ohne es überhaupt zu wissen.

Mama, du kannst manchmal so umsichtig sein und in diesen Momenten will ich mehr so sein, wie du. Du kannst mich aber auch ganz schön unter Druck setzen und manchmal merke ich dann wie du das Beste aus mir herausholst, weil ich deine Meinung achte und dich stolz machen will.

Ich musste für mich lernen, mich von deinen Maßstäben zu distanzieren aber als dein Kind will ich mich niemals von deiner Liebe distanzieren.

Heute will ich der Welt zeigen, dass ich meine Mama liebe, weil sie schon so viel für mich getan hat. Unzählige Taten, unzählige Worte, von denen ich viele ablehnte, weil ich weder ihre Bedeutung, noch die liebevolle Intension dahinter sah. Aber letztendlich sehe ich, wie ich immer von ihrer Liebe getragen und beschützt wurde.

Danke Mama, dass du meine Trägheit erträgst und dich immer kümmerst, auch wenn ich manchmal wenig Einsatz zeige.

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~A

For my MUM

I can only imagine what it’s like for a mother to release her child into the world without ever knowing excactly what it may face there.

Mama, you care so much but will you ever fully understand?
Or is that even necessary?

I want to thank you for the glimpses I get when we talk in private, the fragments of your love are so pure.
Our relationship will never not be complicated – but it’ll stay the most secure and stable one I’ve known up to this point in my life.

To realize you aren’t Superwoman was at the same time the hardest and the most liberating thing I have learnt in my teenage years. None of us are perfect. And it’s all about the way we deal with that perception. I will keep this reminder forever, for the way I see myself and for this special bond between mother and daughter. Because of the fights I had with you (externally and internally) and by realizing we may look alike (like a lot) but we are different persons, I was able to learn forgiveness and self love and – acceptance. Also by seeing you apart from being a mother but also a woman, a person I learned the meaning of unconditional love and how to always give the most you can for others.
You taught me these things, maybe without even knowing you did.

Mum, you can be so thoughtful at times and in these times I want to be more like you. You also can put a lot of pressure on me, but that’s because I value your opinion and I want to make you proud.

As a person I felt the need of distancing myself from your standards but as your child I never want to distance myself from your love.

So I want to tell the world today how much I love my mother, for she did so much for me throughout my life. Countless things and countless words, many of which I rejected because I couldn’t grasp the importance of it and I failed to see the motive of love behind it all. But in the long run I see how much I was protected and carried by my mothers love.
Thank you mum for always pushing my lazy ass further and for caring so much even when I gave so little.

[Sorry for not being able to express my emotions in German. I will try to translate though… for my mum, because I couldn’t tell her today. And I think a lot of mothers (of others) should read this, too.]

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pinky promise

Für C und alle Anderen

 

Eifersucht is ne Bitch.

Sie saugt sich unbeobachtet fest wie schmutziges Pfützen Wasser im Rockzipfel, und kriecht verräterisch wie eine Schlange am Körper hoch, bis sie das Herz heiß zusammendrückt und die Gedanken kalt vernebelt. Eifersucht ist wie ein wildes Tier, das sich spitz in deinen Nacken krallt, doch als du es abschütteln willst, merkst du, dass es gar nicht auf dir drauf, sondern in dir drinsitzt, eingesperrt durch deine Körperwände. Ein Parasit, der sich von dem ernährt, was du selbst an dir magst, das was du kannst, das, was du denkst, dass du wert bist. Der bittere Atem, der aus seinem Mund kommt, ist ein beklemmendes, stummes Gefühl, das lähmend und vernichtend das flüstert, wovor alle immer Angst haben: „Du bist nicht genug. Du kommst zu kurz. Du bedeutest nicht so viel wie sie.“

Ich hasse Eifersucht, weil sie lodernd und ohne Gnade alles Gute in einer lebendigen Gedankenwelt verbrennt, und nur noch einen zugeschnürten Sack kalter grauer Asche hinterlässt. Kein Wunder, dass Menschen um sich schlagen. Kein Wunder, dass ich um mich schlage. Kein Wunder, dass alles grau wird.

Wenn du an einen neuen Ort ziehst, dann weißt du vorher noch nicht, dass du dort vielleicht eine Kombination aus den dir irgendwann liebsten Menschen der Welt finden wirst. Und wenn du dann mal da bist, dann kannst du es vielleicht immer wieder gar nicht fassen, dass ausgerechnet du das erleben darfst, diese Gruppe aus Leuten, die ungefragt bei dir an der Tür klingelt, die jeden Sonnenstrahl mit dir einfängt und dir erhält und die jeden Ort mit dir erkundet, ganz ohne Plan, sondern einfach weil man sich ins Auto gesetzt hat und mit lauter Musik und quietschenden Reifen losgefahren ist.

Was wir Menschen so oft vergessen ist, dass nicht nur die Sonnenstrahlen, sondern auch die Regenwolken eingefangen werden müssen. Spätestens, wenn sich die seichten Schwaden eines dummen Gedankens, eines winzig piksenden Stachels der Verletzung zu Haufen des Unausgesprochenen über uns zusammenballen, ist es Zeit, ihnen das Gewicht und die Dunkelheit zu nehmen.

Lass uns mal reden. Viele Tränen müsste es nicht regnen, wenn wir mehr reden würden, und viele Pfützen würden sich nicht in unserem Rockzipfel festsaugen, wenn wir mehr aussprechen würden, was uns belastet. Denn durch die dunkeln Wolken über uns seh ich nicht so gut, ich seh nicht richtig wer du bist, und das dunkle verzerrte Bild, das ich von dir habe, bleibt, während ich versuche immer mehr Abstand zwischen dich und mich zu bringen, weil ich auf einmal Angst habe, dass du mich bestiehlst.  Mir meinen Wert klaust, das was mir heilig ist nimmst, und damit abhaust, und voller Bitterkeit schaue ich zu dir rüber, kann nicht weggehn, am liebsten will ich wegsehn, doch der faulige Atem des Tieres in mir fixiert meinen sengenden Blick und zwingt mich, mich zu dir zu drehn.

Ich will weniger Eifersuchtsgewitter in meinem Leben, in meiner Stadt, in dieser Welt. Ich wünsche mir so sehr, dass wir die Wolken zwingen sich zu entladen, bevor die Blitze aus unseren Augen zucken, und dann ist es okay, dass es auch mal dunkel wird über unserer Freundschaft. Wir kennen uns ja inzwischen auch schon etwas länger und es ist inzwischen viel passiert und einiges haben wir auch kaputt gemacht, weil wir uns mit der Zeit zusammen bewegen und als menschliche unperfekte Wesen aufeinander drauftreten.

Lass uns bitte nur nie aufhören darüber zu reden, denn jedes ungesagte Wort ist ein Stück Strecke, das wir weiter auseinander gehn. Aber wenn wir ganz nah zusammenstehen, dann seh ich immer noch die Sommersprossen in deinem Gesicht und das Mohnkorn, das noch vom Frühstück zwischen deinen Zähnen hängt, und dann bist du nichts Schlimmeres, als eine Freundin, die sehr gesegnet ist, und ich auch, denn ich darf ja neben dir stehen.

Kleiner Fingerschwur: Lass uns weniger eifersüchtig sein und mehr zusammenhalten.

Dieser Weg

IMG_3886Versinke in Meeren aus Buchstaben und such nach einem, an den ich mich klammern kann. Jedes Wort bringt mich dorthin zurück wo alles begann, weil es in genau jener Zeit entsprang, in der die Tagesmelodie von hier aus betrachtet noch leichter und unbeschwerter klang.

Was ich im Hier und Jetzt habe, ist unglaublich viel, aber ein bisschen fehlt mir das mich begeisternde Ziel. Wohin soll ich gehen, in welchem Winkel der nächste Schritt, was ist die nächste Vorstellung vom Leben die mein Fuß der Vernunft folgend zertritt, wen von allen nehm ich auf meinem weiteren Lebensweg mit?

Ich werde niemals auch nur irgendwohin laufen können, ohne mich gleichzeitig näher zum Einen und weiter vom Anderen wegzubewegen, und manchmal ist der Ort, an dem ich mich dann wieder finde wie trockener Regen, vollkommen absurd, unpassend und rein gar nicht wie in meiner naiven Erwartung ausgemalt und verlegen versuch ich, es hier ein bisschen wie gewollt aussehen zu lassen, mich unauffällig an einen passenden Platz im verstreichenden Moment zu bewegen, stoße aber immer irgendwo dagegen.

Manchmal gibt es diese Lebensmomente, da passt einfach alles, wie zwei unterschiedliche Takte, die für einen Wimpernschlag im selben Rhythmus schlagen, aber im nächsten wieder aneinander vorbei. Irgendetwas eckt immer an, auch wenn es nur die Gewissheit ist, dass man diesen einen perfektionsgeladenen rhythmischen Wimpernschlag nicht festhalten kann. 

Mein „Für immer“ ist nicht hier auf dieser Erde, nicht hier in diesem Leben, nicht hier in diesem Moment. Was bleibt mir anderes übrig, als die verkrampften Fäuste zu öffnen und ziehen zu lassen, was sowieso niemals dafür gemacht worden ist, für immer zu bleiben?

 

Surely your goodness and love will follow me all the days of my life, and I will dwell in the house of the LORD forever.

The rhythm within

If I had my own rhythm,
Where would I find it?

I danced the occasional blues
But soon I needed to losen those roots
still grounding me.
Their hold was too tight.
Now I’m retrieving those treasures
I once burried below –
And it’s so painfully liberating.

A chain reaction has begun
Starting with a spark of hope
It ignites a flame
And soon my body catches fire –
I’m ready to be part of the elements

Like rain –
Come tear drops
The flow comes naturally with the tide
My breathing is steady for the first time

My feet are suddenly light –
Revelling with the ambiance
Not attached but still knowing
How to find their way back to the ground

There’s this mutual reaction
Between the air and my hips
My lips form a smile
(Like) it’s the logical consequence
I can not and needn’t control it
It comes from much deeper within.

Soaked in silence
I’m drooping my limbs.
Should I keep my eyes closed?
Should I face myself now? –

Everything’s warm,
Still smoking hot from the fire.
Now I can decide if I tolerate
To get dazzled by its glow
Or if I choose to open up to the light…

– „I think I found my rythm“,
Is all that comes to my mind
Releasing one last tear
I open my eyes

What I see then
makes me fall down on my knees:

A thousand candles blowing in the wind –
A forrest of burning torches –
A sea of light –
Until all is fire
And noone remembers the face of darkness anymore.

.

 

Usually I’m not a fan of explaining my poetry but today I’ll make an exception.

I will only use a few words:

This peom is not about dancing. Dancing is only a medium, a tool.
It’s about finding your rhythm – metaphorically speaking – finding the true meaning of life.
It’s about those questions every human being will pose at some point of his or her life.
It’s about facing your own past, living in the present and gathering hope for the future.
It’s about finding happiness and peace right where you stand.
It’s about healing and it’s about freedom.

If you read this I hope and pray you will find the strength and courage to go and look for your rhythm. Be brave and take the first step towards the essence of life.

I don’t believe in coincidence I believe in truth and that we can find it within ourselves and that it makes us free.
To cut a long story short:
I believe there’s a God who provides all of that and even more.

~ Anne

Pineapple-socks

07cfe685-2df5-45bb-8a28-a194a8b9d58bThere was a man in the wood this winter. He chose to live there because he did not like the city anymore. He hated the noise, the smell, the view. This man thought that a tree could give him comfort and that the earth could heal his brokenness.
The name of the man was Juniper and he had worked in an office for a company that sold socks. He wore socks with dots and stripes and little pineapples on them. His favorite pair were blue and had a pattern of fir trees. Juniper wore this pair of socks when he put on his backpack and closed the door of his flat. Today was the day he was finally going to do it. His first steps felt weird, as if he was on a walk to a dream world. Every meter he got further straitened his figure and he did not look back.

He did not look at the children playing on the street and their mother who sliced an apple for them. He did not look at the men in suits that stood in front of the kebab store at their usual table, trying to eat without making their costume dirty.

Neither did he see the ginger-furred cat that followed him for more than twenty minutes.

Juniper was on his way to a new world and nothing could take his attention from the path that led him there.

Juniper saw a women with short blond hair and a bag of groceries in her hand. She had a very little nose and bright eyes. When he saw her, he stopped for a second. He did not stop walking, but he stopped concentrating on his path and followed her with his eyes. This women reminded him of his girlfriend Sally who broke up with him five months and 23 days ago. She broke up with him because he did not understand what feminism had to do with unisexual toilets and because he did not want to get children within the next year. Maybe she did not even love him.

He turned his head back on his path and nearly ran into a group of retired tourists that cried out, in their very British accent, how rude and awful these Americans are. Juniper did not worry too much about them, he was 80 percent Canadian.

The man with the backpack on his shoulders reached the subway station and dived into the open mouth of the tunnel. Down into the dark he went, or so he thought, he dreamed. Really the tunnels were very light thanks to the neon lights on the ceiling. He walked down the long stairs and through the tunnel. When he reached his station there was a homeless man. This man had a glimmer of the color of the night sky in his eyes and he looked straight at Juniper. The man did not seem to be drunk or paralyzed by other drugs. His look was sober and he had a little smile on his lips. Juniper stopped and looked back at him. „What do you believe in?“ asked the man. Now that he stood closer, Juniper saw the freckles around the night sky eyes. They built a mountain range with his wrinkles. „I think I believe in Freedom, Love and also in God, maybe.“ said Juniper who was not sure about his believes yet. „If you believe in Freedom, why do you think you will find it in the woods? Do you think it hides from the people?“ asked the old men and laughed suddenly, very loud and it made Juniper feel uncomfortable. He did not like these questions.

There were too many questions in the world. What is the meaning of life? Can true, lasting happiness be found? Can people have their own mind or are all our thoughts the product of mass media manipulation?

Juniper didn’t know the answer. He had so many thoughts in his mind and there weight was so heavy, he carried them everyday. This was one, maybe the main, reason for him to go into the woods. He needed to know if his longing for nature and silence could be fulfilled. „I hope to find peace of mind in the woods.” he answered the old man. The homeless smiled about that. It was a warm smile.