Von oben

Wenn man ganz oben auf dem Berg steht kann man sie riechen, die Freiheit. Was hinter dir liegt wissen nur noch deine Füße, aber hier und jetzt sind deine Lungen voll von Einzigartigkeit. Eine der besten Erfahrungen an seeeeehr langen Wanderungen: Das Ende.
Süß, leicht und man fühlt sich als könnte man alles schaffen (bis man sich hinsetzt, dann schläft man direkt ein). Manchmal finde ich ist leben so ähnlich, ich hoffe das Ende eines Tages auch.
Cheers to the smile of the arriving.

Seiten

Jeder von uns träumt so unterschiedlich. Der Eine bekommt eine Gänsehaut beim Anpfiff, den Anderen begeistert nichts mehr als den Bass in den Knochen zu spüren. Sie legt Charakter und Kreativität in das Outfit, das sie wählt und ihre Schwester verliert alle Sorgen wenn sie die digitale Welt erobert. Ich fühle mich wohl wenn alte und neue Papierseiten durch meine Finger wandern. Manchmal sehe ich die Anderen und sehe nur das was ich nicht mit ihnen teile. Aber wenn ich die Augen richtig auf mache erkenne ich, dass wir alle als eine Familie gemacht sind. Eine Familie mit einem Vater und einer Leidenschaft die wir alle in uns tragen. Liebe.

 

FESTHALTEN UND LOSLASSEN

Manche Momente in unserem Leben sind einfach so voller Glück, wir können es kaum fassen. Und wir würden es gerne mit unseren ganzen Herzensmenschen teilen. Aber da ist gerade niemand da.
Dabei weiß doch jeder, dass mit Konfetti und Glitzer um sich zu werfen, die ganze Nacht im Sommerregen durchzutanzen, die Arme in die Luft zu schmeißen, laut zu jubeln und auf dem Bett bis unter die Decke zu springen, allein gar keinen richtigen Spaß macht.
So ist das halt. Menschen sind bei uns, gehen und kommen wieder. Manchmal sind sie da, wenn wir sie brauchen und manchmal sind sie eben nur am Telefon.
Und man beginnt sich zu fragen, ob man dieses Glück denn festhalten kann. Und wenn ja: wie? Nicht nur, damit es nicht verschwindet, sondern auch um es mit den wichtigen Menschen zu teilen, später irgendwann.
Und egal wie kitschig das auch klingen mag, am Ende bleibt klar: Glück verschwindet dann, wenn wir Angst haben, dass es geht und wir versuchen es festzuhalten. Wie weit weg Menschen auch sein mögen, einer bleibt und geht nicht!
Gods friendship graced my home -heißt eben immer noch, dass ER es gut meint und DAS BESTE hat. Ich muss mich gar nicht anstrengen irgendetwas festzuhalten. Ich darf mich entspannen, die Arme ausstrecken und empfangen. Und dabei wissen: Er hat DAS BESTE für mich.

KOMISCHES LEBEN

Manchmal ist unser Leben irgendwie langweilig. Es gibt den ganzen Tag nicht wirklich was spannendes, dass man posten könnte, also nimmt man ein altes Foto von irgendwann. Dabei hätte man echt gern ein cooles Leben, das man mit der Welt teilen kann.
Und manchmal ist unser Leben auch ganz schön komisch. Wir kommen auf nichts mehr klar und sind einfach nur richtig kaputt. Und dann kommt man an einem Freitag Nachmittag nach ner hebräisch Zwischenprüfung von der Uni Heim, legt sich für nen kurzen Mittagsschlaf hin und wird Nachts um vier wieder wach.
Naja, was heißt “man“, -betrifft ja nur mich. Oder vielleicht auch nicht?! Vielleicht gehts manchmal auch anderen so, sie posten es nur nicht auf Instagram…

Alles hat seine Zeit

Manchmal haben wir Grund zu klagen, aber wir denken, dass wir uns nicht beklagen dürfen, weil wir eigentlich glücklich und zufrieden sein sollten. Oder stark für andere. Und manchmal haben wir Grund zur Freude und würden am liebsten auf dem Tisch tanzen, aber glauben das wäre unangebracht weil es anderen in unserem Umfeld nicht so gut geht oder unsere gesamt Situation nicht zu diesem punktuellen Gefühl passt.

Ich sage: Wenn dir nach weinen zu mute ist, dann weine. Wenn du jemanden brauchst der dich festhält, frag einen Freund mit starken Armen. Wenn dir danach ist auf den Tischen zu tanzen und laut zu jubeln, singend durch die Straßen zu rennen, dich heulend unter der Decke zu verkriechen, die ganze Welt zu umarmen oder Konfetti zu werfen, dann LOS!

Weinen hat seine Zeit, Lachen hat seine Zeit;
Klagen hat seine Zeit, Tanzen hat seine Zeit.

-Prediger 3,4 (Luther 2017)