mehr oder besser ging irgendwie nicht

Beziehungsarbeit. Ich komme die Tür herein und im Klassenraum sitzen fünf Jugendliche, die hier ihre Ausbildung machen. Cheyenne erzählt lautstark wie sie diese eine dumme Fotze aus der Parallelklasse verprügelt hat und Melisa stimmt mit ein. Gelächter. „Ich hätt derre so eine ringezoh dass es am End die Zähn wieder grad gehott hätt.“. Evelyne hat ihr Handy unterm Tisch versteckt und sitzt schweigend und zurückgezogen mittendrin. Ich ignoriere die Handysache, weil es mir egal ist, solange sie später in der Praxis ordentlich arbeitet. Gestern hat sie mir entgegen ihrer sonst ruppigen Art fast kleinlaut erzählt, dass sie sich ihre Bankkarte von ihrer Mutter zurückgeholt hat, weil diese ihre seit ihrem ersten Ausbildungsgehalt „verwaltet“ hat. Von den 600 Euro Lohn hat Evelyne 50 Euro pro Monat gesehen. Ihre Haare sind zurückgekämmt und in einem Pferdeschwanz zusammengebunden, und ihr Gesicht sieht dadurch noch mehr so aus als wäre die Haut einfach wie dünnes Papier über ihre Knochen gespannt worden. Sie isst nicht gerne, nicht, weil sie sich bewusst dazu entscheidet, sondern weil es ihr glaube ich an Lebenslust fehlt.

Bleierne Müdigkeit liegt in meinen Armen und Beinen. Irgendwie ist heute einer dieser Tage, an denen ich jede noch so kleine menschliche Bürde nicht mehr ertrage. Alles ist so schwer, die Atmosphäre geladen mit so viel Druck, so viel Sehnsucht und Nicht-Ankommen, so viel Verlangen. Ich fühl mich manchmal als würde ich die Richtung kennen, in die es geht und dahin laufen, aber alle Anderen setzen sich wie Felsbrocken auf den Weg und starren stumm Löcher in meinen Rücken, bis ich die Spannung nicht mehr aushalte und mich zu ihnen umdrehe. Wieso lauft ihr nicht selbst? Ich geh auch voran, aber ziehen kann ich euch doch nicht, nicht alle! Jeder von euch weiß es doch eigentlich!

Neues kann man den wenigsten Menschen erzählen. Das Problem ist nicht, dass wir zu wenig wissen. Das Problem ist, dass wir zu viel fühlen was in dem Moment passiert und dem mehr Glauben schenken als allem, was wir eigentlich schon erlebt und ausgewertet haben. Erfahrungswerte muss man festhalten und ihnen immer wieder neu Bedeutung zu sprechen, sonst sind sie erfahrungswertlos. Kennst du das, wenn es Winter ist, und du seit Wochen in Jacke rumläufst? Wie schwer ist es, sich vorzustellen, man ganz lange Nachts nicht mal einen Pullover drüberziehen musste, weil es so heiß war? Alles was mal war, aber gerade nicht so ist, erscheint vollkommen unwirklich. Und deshalb fällt es uns so leicht die Datenbank der Wahrheit in unserem Gehirn mit akuten Emotionen und Ängsten zu überschreiben.

Ich helfe gerne, mit allen Beinen, Händen und Herzen, die ich habe, aber immer wieder reicht es wohl nicht. Was heißt denn dieses „Es hat gereicht“? Dass die Person ganz und sich selbst genug ist? Dass sie sich für das Richtige entschieden hat und dabei bleibt? Dass sie gesund ist, und im Schnitt fähig ist, ein gutes Leben zu führen? Ganz ehrlich, dann wird es niemals reichen. Die gesamte Energie meines ganzen Lebens zusammengebündelt würde das nicht vermögen. Woher ich das weiß? Weil sie oft nicht einmal genug ist um mich selbst bei Laune zu halten.

Punktuelles Investieren funktioniert bei einer Reaktion von einer Eisen/Schwefel-Pyramide. Einmal katalysiert und das Ding läuft von selbst ab. Menschen sind eher wie kochendes Wasser oder so. Man braucht eine Menge Zeit sie anzuheizen und ohne Wärmezufuhr fällt die Temperatur schnell. Aber Menschen können sich (zumindest oft) aussuchen, welchem Umfeld sie sich aussetzen. Gefrierschrank oder Herdplatte?

Wann soll ich jemanden sein eigenes Ding machen lassen, ohne ihn mehr zu ziehen, ihm zu sagen „Probiers doch nochmal“? Wann dränge ich jemanden in eine Farce hinein, indem ich ihn ermutige weiterzugehen? Wie lange gilt ‚fake it til you make it‘ ohne, dass der ungesunde Fake bleibt? Ich muss mich selbst oft genug davon überzeugen, dass alles doch nicht so schlimm ist, dass die Sonne wieder aufgehen wird, dass es nicht weniger Gott im Schatten gibt, und dass die Wahrheit nicht auf einmal nonexistent ist, wenn es regnet und ich sie nicht sehe. Ich denke, es ist richtig nicht nur die Wahrheit so zu nehmen wie die Gefühle kommen, und mich manchmal dazu zu entscheiden, an das zu glauben, was ich nicht sehe.

Es wäre so oft einfacher zu sagen „Mach was du willst, es ist dein Leben.“. Das zu sagen wäre berechtigt. Denn es ist dein Leben, und ich darf niemals vergessen, dass meine Entscheidungen allein in mein Leben gehören und nicht in deins. Sonst werde ich immer dich dafür verantwortlich machen, dass du meiner Entscheidung nicht gefolgt bist und keinen Bock auf die Extrameile hattest, die ich für dich gegangen bin. Mein Fehler. In meinem Lieblingsbuch steht: „Gib alles was du gibst so, dass du es nicht zurückbekommen müsstest.“ Denn oft kriegt man es nicht zurück. Ich kann es mir sehr gut überlegen, was ich gebe, mir sagen, okay, diese Ressource behalte ich für mich, die brauche ich. Denn alles was weg ist, ist weg. Es gibt keine Garantie dafür, dass etwas zurückkommt, und vor allem auch keinen Anspruch auf Entschädigung.

Alles richtig machen zu wollen – das kenne ich. Sich selbst klein und lächerlich  und mickrig zu fühlen – das kenne ich auch. Sich selbst zu hassen und wehzutun – das kenne ich nicht. Aber ich kenne die Ansätze der Dinge, die einen unglücklich machen und auch die, die einen glücklich machen gut genug  um zu wissen, dass es nie schlechter wird, wenn man jemanden hat, mit dem man reden und lachen kann, und bei dem man auf der Couch sitzen kann und sich zuhause fühlen darf, auch wenn die Person gar nicht da ist. Ich hab ne Couch und im Lachen bin ich ganz gut, dann bekommst du halt einfach das, bis mir was Besseres einfällt.

Wundersame Menschenwesen, das Schönste dieser Welt, was mir je begegnet ist, und trotzdem so viel Schutt und Asche in jedem Leben. Ich würde immer wieder alles darauf setzen. Nicht weil Menschen so verlässlich sind, oder so viel Güte und Freundlichkeit in ihren Taten liegt, das kommt zwar auch immer wieder vor, aber ich weiß von mir selbst am allerbesten, dass ich in einer einfachen Kosten-Nutzen Abrechnung immer noch mehr Ressourcen verbrauchen würde als welche zu schaffen, als diese Welt besser zu machen, was auch immer das heißen soll.

Trotzdem, Mensch, wenn du vor mir stehst, dann kann ich nicht anders, als zu sagen, du bist es wert. Und das ist vielleicht oft der erste Tropfen im Glas der Wertschätzung des anderen Lebens, das nach oben hin gar keinen Rand hat. Deswegen wird auch nie reichen, was ich ausgieße. Aber mit jedem Mal wird es ein bisschen reicher. Und das reicht mir.

irrelevant?

Für S

Es ist so seltsam, dass einem so viele wertvolle Gedanken, Gesprächsfetzen, oder Worte entwischen. Durch das grobporige Sieb des Bewusstseins rutschen sie, so wie winzige Fische durch ein Fischernetz. Jedes Mal, wenn ich ein tiefberührendes Gespräch hatte, schreit alles in mir, das festzuhalten, was an Gutem dort herausgekommen ist, es niederzuschreiben und unvergesslich zu machen. Trotzdem muss ich mich zwingen, mich bei allem Input des Alltagstrubels hinzusetzen, und auszusprechen, was so viele noch nicht wissen, und was sie zerfrisst.

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Wir leben in einer Zeit, in der Unheil an jeder Ecke sitzt, wie ein Ungeheuer. Wahrscheinlich saß jedes von ihnen auch schon von Anbeginn der Zeiten da, aber heute sehen wir sie alle, auch wenn etwas hunderte Kilometer entfernt stattfindet. Man wird gezwungen teilzunehmen, an gesprengten Dörfern, an Leid von Familien, die nicht die eigene ist, die man vielleicht niemals treffen wird, aber die nun doch Berührungspunkte mit einem haben. Fiktives Leid und reales Leid. Man wird gezwungen abzustumpfen, denn so viel können wir gar nicht tragen. Da Leid überall ist, ist das eigene von geringerer Bedeutung, denn Bedeutungsintensität wird an Rarität gemessen. Es wird auf die Waage gelegt, Armut gegen Verfolgung, und das „leichtere“ scheidet aus, wird mit „irrelevant“ stigmatisiert. So lassen wir unsere Welt funktionieren, durch einen Wettkampf um das Schwerwiegendere.

Und dann komme ich. Inmitten von all dem Dunkel an leiddiktierten Biographien steht mein Leben. Das, einer 21-jährigen gesunden Deutschen, mit einer Familie, in der die Eltern sich lieben und genug Geld verdienen, um mehr als die eigene Familie zu finanzieren. Ich war nie ernsthaft krank, hatte immer mindestens eine sehr gute Freundin, der ich alles anvertrauen konnte, und wurde mein Leben lang in dem was ich bin und kann unterstützt. Ich kann mir jeden Tag mein Essen leisten, mehr als ich vertrage, und habe mehr materielle Dinge, die ich mein Eigen nennen darf, als ich auch nur ansatzweise nötig habe. Ich bin so unendlich dankbar dafür, aber trotzdem immer noch zu wenig. Natürlich passieren auch immer mal wieder unschöne Sachen, aber alles, was ich unverdient bekommen habe, sollte eigentlich mehr als genug Brennstoff für ein immerwährendes Feuer der Zufriedenheit und des glücklichen Seins liefern.

Wie, wie um Himmels Willen kann es sein, dass ich, die so viel Glück erfahren durfte und darf, manchmal tieftraurig bin? Traurigkeit ist doch das Monopol der Armen, der Verfolgten, derjenigen, deren Familiengeschichten vollkommen zerrüttet sind! Wie kann es sein, dass ich mich so oft allein fühle? Es ist unfair von mir, dass ich mich allein fühle, obwohl ich so viel(e) habe.

Und trotzdem kann ich nicht leugnen, was manchmal aus meinem Herzen quillt, wie dunkles Öl, das mit anmaßenden, hässlichen Flecken alles benetzt, was ich sonst noch sehe. Dass es Dinge gibt, die mehr als nur ein bisschen schlechte Laune machen, dass es Ereignisse gibt, über die ich mehr mal nur einmal weine, und die sich, auch wenn sie schon ad acta gelegt und überwunden sein sollten, immer wieder wie egoistische Wolken vor die Sonne der Gegenwart schieben.

Ich habe so lange gebraucht, um zu verstehen, dass Schmerz immer wehtut, egal, aus welcher Situation er geboren wird. Schmerz funktioniert nicht in Zahlen. Er funktioniert viel tiefer, und logisch ist er auch nicht immer.

Ich habe so lange gebraucht, um zu verstehen, dass man sich selbst ernst nehmen darf, denn nach wie vor ist diese Welt kaputt, und allein, wenn man in ihr lebt, wird ein Stück von einem immer mal wieder mit zerbrechen. Und dann ist das nicht nur in Ordnung, nicht nur geduldet, zu leiden. Dann ist das richtig und wichtig, und all das Leid außerhalb des eigenen Lebens vielleicht nicht nichtig, aber zumindest nicht fehlerpflichtig. Es gibt nichts, was wehtut und unberechtigt ist.

Ich will, dass du da Draußen das weißt. Du musst dir nicht in deinem Leid gefallen, und dich auch nicht darin suhlen. Aber du musst es auch nicht verstecken, nur weil es Einen gibt, den es noch viel schlimmer getroffen hat als dich.

„It`s okay not to be okay“ ist ein Slogan, den ich immer gehasst habe. Vielleicht weil er zu Schwäche ermutigt hat, weil ich ihn aufgefasst habe, als wäre es vollkommen akzeptabel, sich gehen zu lassen, sich nicht nach Heilung auszustrecken. Denn eine der größten Unwahrheiten ist, dass deine Gefühle bestimmen, wer du bist, als würden sie die Wege bahnen, in denen das Leben verläuft, und das stimmt nicht. Sie gestalten lediglich das Außenrum, die Pflanzen am Straßenrand, die Beschaffenheit des Bodens, den Zustand des Himmels über deinem Kopf.

Was viel mehr dein Leben bestimmt als Gefühle, sind die Entscheidungen, die du, oft auch mehr als nur einmal triffst. Manchmal bedeutet das eine Entscheidung gegen den Schmerz. Manchmal bedeutet das aber auch eine Entscheidung für den Schmerz.

Wie ich mir selbst [und dir] im Weg stehe

Ich bin kein Morgenmensch. Wie zähes Gummi ziehen sich die Bewegungen in den ersten Stunden des Tages. Mein Blick ist starr auf die Dinge und durch die Menschen hindurch gerichtet. Am Morgen kommen meine schlimmsten Eigenschaften zum Vorschein und diese zu durchbrechen fällt mir extrem schwer. Ich ziehe mich zurück in meine eigene Innenwelt. Meine Gedanken lösen sich von meinem Körper und laufen mir davon. Ich flüchte mich in ein Buch oder in die Weiten der musikalischen Melancholie. Die Wirklichkeit versucht mich einzuholen aber sie erreicht mich nicht… nicht wirklich.
Sprich mich nicht an, ich will in diesen Momenten unerreichbar sein.
Aber um welchen Preis?

„Würde meine Produktivität nicht erst um 10 Uhr Abends ihren Höhepunkt erreichen könnte ich früher schlafen gehen und morgens auch mal wacher und lebendiger sein.“ – Ein Glaubenssatz, den ich übernehmen oder verwerfen kann.

Ich könnte die Dinge so laufen lassen, sie vor mir hinschieben und hinter mir herziehen. Ich könnte mich durch meine Gewohnheiten definieren lassen, sie zu meinem Charakter machen. Dann wäre ich die Nachteule, die Träumerin, die Introvertierte, die Unnahbare… ich würde mich selbst in Schubladen stecken und diesen wiederrum Stempel aufdrücken, nur um mein Verhalten zu rechtfertigen. Ich könnte mir ein Bild von mir selbst konstruieren, das mir gefällt und mich eventuell von der Masse absetzt.

Aber was ist wenn sich dieses Bild dann plötzlich verselbstständigt?
Und was ist wenn andere Menschen in mein Blickfeld treten?

Mein Ego würde erkennen, dass es nicht alleine existiert – und es wäre verwirrt.
Doch ich sehe genauer hin und ich erkenne, wie wir uns unterscheiden und ich sehe welche Gemeinsamkeiten uns verbinden.
Du bist nicht ich aber du zeigst mir eine vergangene Version meines Denkens.
Ich erkenne Hilflosigkeit, Unsicherheit und Angst davor,
dass das Innere nach außen dringen könnte –
das tut es schon –
wer hinsieht begreift.
Aber es ist gut so,
denn wir sind nicht allein
– wir sind fast ein halbes Dutzend
wenn ich mich aufraffen würde,
mich in deine Richtung bewegen…
Wenn ich mich dafür entscheide
dir Aufmerksamkeit, Liebe und Vergebung zu geben.
Ein tagtägliches Geschenk,
das mir selbst ermöglicht zu leben.

~ Anne

[Rahmenbedingungen / Frameworks]

Letzten Monat war eine Freundin seit langer Zeit wieder zu Besuch und anstatt schon gleich in den regen Austausch von Erlebnissen und Eindrücken zu gehen, beschlossen wir das örtliche Museum zu besuchen. Wärend wir so umherschlenderten fielen uns immer wieder einige unpassende Bilderrahmen auf, die eigentlich die Gemälde angemessen präsentieren sollten. Doch leider waren viele Rahmen in ihrer Form und Farbe absolut unvorteilhaft für die eigentliche Kunst, da sie ihrem Inhalt keineswegs gerecht wurden. In manchen Fällen schien der Rahmen tatsächlich sogar eindrucksvoller als das Gemälde selbst. Und nur in wenigen Fällen ergaben Bild und Rahmen eine wirklich ausstellungswürdige Komposition. Doch an diesen Gemälden blieben wir länger stehen und betrachteten sie um uns an dem schönen Zusammenspiel von Leinwand, Holz und Farbe zu erfreuen.

Seit diesem Tag versuche ich in vielen Situationen (die nicht unbedingt immer etwas mit „Kreativ-Kunst“ zu tun haben) eine gewisse Weitsicht beizubehalten. Ich versuche gute Rahmenbedingungen zu schaffen.

Ich finde manchmal sollte man sich wenigstens auf anstehendes Chaos vorbereiten können, das in so vielen Bereichen des Lebens hervortritt. Ich kenne das Gefühl nur zu gut: Alles auf den letzten drücker machen, abgeben, … weil Aufschieben nun mal wirklich verlockend ist. Aber selten hole ich so das beste aus mir raus. Mein Potenzial wird nur angekratzt, weil es nicht die Möglichkeit bekommt sich zu entfalten.

Und das gleiche gilt für die Nachbereitung.
Nachbereitung? Was ist das überhaupt?
Für mich kann das von ganz normalem Nachdenken, über Reflexion, bis hin zu Gesprächen mit anderen Menschen mit Raum für ihre Tipps und Verbesserungsvorschläge gehen. So kann man aus Fehlern lernen (was die allerbeste Gelegenheit zum Lernen und zu spürbaren Verbesserungen bietet!).
Vor allem durch die Hilfe von Freunden oder Bekannten bekommt man die Möglichkeit auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Es ist wichtig aus der gegebenen Situation herauszutreten und die Dinge mit einem gewissen Abstand zu betrachten. So fallen einem ganz neue Sachen auf und man beginnt automatisch damit an sich selbst zu arbeiten.

Wachstum vorantreiben, damit man nicht in einer Sackgasse zum Stillstand kommt.

[Und weil ich im Grübeln und Nachdenken schon lange eine Meisterin bin, arbeite ich in Zukunft an meinen vorrausschauenden und -planenden Fähigkeiten. Der Fortschritt ist immer sehr willkommen!]

~ Anne

eye contact

There was a time when I kept staring at the ground because I was afraid someone could see me and talk to me. An unhealthy habit as you start to abase yourself. Also you develop unexplainable hatred towards everyone around you and yourself. But it turned out I couldn’t hide from my creator. And when I began to open up in prayer I also opened up in person whenever I talked to someone. More and more I came to enjoy having conversations – even with complete strangers. My therapist would have been so proud!
Make eye contact with God – his eyes are already resting on you.

“Am I not a God near at hand”—God’s Decree— “and not a God far off? Can anyone hide out in a corner where I can’t see him?” God’s Decree. “Am I not present everywhere, whether seen or unseen?” God’s Decree.
[Jeremiah 23,23-24]

dream your way into your future

So this is it?
What about my dreams?
What about my life?

When you realize you’ve been following a path that’s leading nowhere, realign.

When you realize you just can’t settle in what you’re doing, stop.

Take a break. Think.

Even if it feels like going backwards again. Sometimes this is important. Sometimes this is just what you need to gather strength. And in these moments god will work a lot. And it’s your turn to let down your defenses. It’s your turn to listen. Because he will talk.

This may be radical but as soon as you are sure about something don’t try looking back.

You make a decision.

You follow your dreams.

 

Liebe lohnt sich

Angst hat viele Formen, jeder kennt sie irgendwie. Manche mehr, manche weniger…
„Ich wandte mich an den Herrn
und er antwortete mir;
er befreite mich von allen meinen Ängsten.“
Psalm 34,5
…Ich wünschte ehrlich gesagt dieser Vers würde von mir kommen… Immer wieder lese ich solche Verse, denn in der Bibel steht sehr viel über Angst geschrieben. Das hat auch seinen Grund, denn leider ist niemand wirklich frei davon. Und wenn ich dann lese „Liebe vertreibt die Angst“ (1.Joh. 4,18), dann erwische ich mich oft dabei wie ich denke: Echt ein schöner Spruch… aber irgendwie pathetisch. Ich muss doch erst mal diese blöden Ängste überwinden bevor ich jemanden lieben kann! Ich meine wie kann ich jemanden lieben vor dem/der ich Angst habe?! Aber oft merke ich dann, dass es garnicht an den anderen liegt, es liegt allein an mir. Und meistens, wenn ich mich überwinde, sind die Dinge garnicht so schlimm wie ich sie mir vorstelle. Ja manchmal ist es sogar gut…
„Vertrau auf den Herrn,
sei stark und fasse Mut,
vertrau auf den Herrn!“
Psalm 27,14
… auch wenn es Überwindung kostet. Liebe lohnt sich.