WELCOME TO THE OVERLOAD

IMG_3355Nebelschwaden ziehen über einen Fluss umgeben von hohen Nadelbäumen. Das Grün verschwindet im Grau der hereinbrechenden Dunkelheit und der Schrei eines Mädchens zerreißt die Stille. Ein neuer Geist, ein neues Verbrechen sucht die Stadt heim. Eine Stadt in der Kriminellen keine Grenzen gesetzt und Recht und Ordnung frei definierbar sind. Ein Junge in Jeansjacke und Karohemd sitzt alleine mit seinem Laptop an einem Tisch im Diner. Man schenkt ihm Kaffee nach, der für ihn die Nacht zum Tag macht. Zeile für Zeile tippt er die Wahrheit nieder, über das was in den Schatten um ihn herum passiert, unbeachtet von Gesetzeshütern, der Willkür überlassen. In dieser Stadt herrscht der Stärkste und Klügste, derjenige der seine Mitstreiter auf unauffällige Weise auszutricksen vermag.
Von der Straße gegenüber kommt ein Mädchen mit blondem Pferdeschwanz auf das Diner zu geschlendert. Sie scheint unscheinbar und unschuldig, vollkommen zufrieden mit ihrem Mauerblümchendasein. Wie sich unschwer erkennen lässt, bahnt sich in diesem Moment eine Begegnung an, die Geschichte schreiben wird.
Die beiden sind jedoch nicht alleine in diesem Café am Rande der Stadt. In wenigen Minuten wird auch ein Junge mit rotem Haar und Footballjacke durch die Tür eintreten. Sobald er im Diner verschwunden ist, wird ein dunkler Wagen an der Straße daran vorbei fahren. Darin sitzt ein Mädchen mit schwarzen Haar und traurigen Augen. Sie blickt auf das leuchtende neon Schild auf dem in verschlungener Schrift „Pop’s“ steht.
Sie alle sind Teil einer Geschichte, die in diesen Minuten ihren Anfang nimmt. Noch wissen sie nicht, welches Leid und welches Grauen ihnen widerfahren wird. Doch der Vorhang ist auf, die Dinge nehmen ihren Lauf.
Es folgen Teenagerromanzen, Highschool Dramen, Mord- und Detektivgeschichten. Eine Liebe die über drei Staffeln besteht und Hoffnung darauf macht, dass diese Stadt Psychopaten, Sekten, Gangs, Geldsucht und Drogenkriege überleben kann.

Ohrzucker, damit ihr richtig mitfiebern könnt:

Kids in America
Wie sie es alle schaffen bei dem Trubel nebenbei noch für die Schulde zu lernen und Hausaufgaben zu machen? Das ist nebensächlich. Überhaupt ist alles, was alltäglich und normal scheint in Riverdale nur das Rahmenprogramm um Mord und Machtkämpfe zu verschleiern. Einer Anhäufung von Morden folgt, nach den ersten gewonnen Kämpfen, eine Kälte, die die Geschichte nicht mehr loslässt. Ein fader Nachgeschmack bleibt zurück, wenn Betty und Jughead endlich wieder einem Geheimnis auf die Schliche gekommen sind und feststellen müssen, dass schon der nächste kaltblütige Mörder darauf wartet ins Rampenlicht zu treten. Riverdale existiert in einem eigenen Universum, in dem 17 Jährige Casinos besitzen können und Sekten beitreten, ohne das es Erwachsenen Sorgen bereitet. Manchmal glaube ich in Bettys und Jugheads Gesicht das Verlangen zu sehen, aus dieser Welt, die so weit von der Realität entfernt stattfindet, ausbrechen zu können. In ihren Augen schreit etwas danach sich einen Hammer zu greifen, den Bildschirm zu zertrümmern und aus dieser Stadt zu fliehen, in die sie hineingesetzt und zurückgelassen wurden. Ich frage mich oft, was gute Literatur und Kunst ausmacht.

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Es gibt eine Diskussion die sich damit befasst, welche Texte man als Literatur und welche Werke man als Kunst bezeichnen darf. Sind die Begriffe eingeschränkt? Für mich sind es in Riverdale die Bilder der ersten Staffel, das Lebendigwerden von Figuren, die zuvor nur in einem Comic existierten.
Und die Figuren selbst. Jughead, der stille, rebellische Schriftsteller, der der Freiheit und einem besseren Leben nachjagt. Betty, die hübsche, kluge Detektivin, der Gerechtigkeit wichtiger ist, als das was die Menschen über sie denken. Archie, der gut aussehende Sportler, der erst zum Künstler und dann zum Vagabund wird, mit einem Herz voller Treue und Hoffnung auf ein besseres Morgen. Veronica, die für Freundschaft und Liebe alles aufs Spiel setzt und lernen muss, dass man trotz allem nicht aus seiner Haut kann. Dann gibt es noch Cheryl, Josie, Sweetpea, Toni, FP und Kevin. Sie alle strahlen in einer Welt die erst zu dunkel und dann zu verrückt und skurril ist um ihnen das zu bieten, was sie eigentlich haben sollten.
Ich bin begeistert von dem Versuch platten Figuren, wie dem Sportler, dem Rebell und dem netten Mädchen von nebenan neues Leben einzuhauchen und ihnen eine Tiefe zu verleihen, die über das hinaus geht, was man auf den ersten Blick ausmachen kann. Riverdale hat das nicht wirklich geschafft, die Geschichte wurde wichtiger als die Figur. Das Publikum zu schocken und zu empören wurde wichtiger als die Figur.
Die Charaktere sind das, was eine Geschichte einzigartig macht. Kein Plot ist neu. Betty Cooper und Jughead Jones aus Riverdale hat es so aber noch nie gegeben. Das hier schreibe ich, um ihren Status als Unikat und als besondere Figuren festzuhalten. Die Charaktere in Riverdale verdienen Besseres als den Rahmen der ihnen geschliffen wurde. Ist es nicht das, wozu es fanfiction wirklich gibt? Manchmal eine Liebeserklärung an Autor und Figur. Aber meistens doch eher der Versuch den Charakteren mehr zu geben, als das Universum in dem sie entstanden sind.

„this series is so overload and bitchy that you get sucked into it for five episodes before you realize how overload and bitchy it is that you stop watching. forever“

~ joes review zu veros review

Pineapple-socks

07cfe685-2df5-45bb-8a28-a194a8b9d58bThere was a man in the wood this winter. He chose to live there because he did not like the city anymore. He hated the noise, the smell, the view. This man thought that a tree could give him comfort and that the earth could heal his brokenness.
The name of the man was Juniper and he had worked in an office for a company that sold socks. He wore socks with dots and stripes and little pineapples on them. His favorite pair were blue and had a pattern of fir trees. Juniper wore this pair of socks when he put on his backpack and closed the door of his flat. Today was the day he was finally going to do it. His first steps felt weird, as if he was on a walk to a dream world. Every meter he got further straitened his figure and he did not look back.

He did not look at the children playing on the street and their mother who sliced an apple for them. He did not look at the men in suits that stood in front of the kebab store at their usual table, trying to eat without making their costume dirty.

Neither did he see the ginger-furred cat that followed him for more than twenty minutes.

Juniper was on his way to a new world and nothing could take his attention from the path that led him there.

Juniper saw a women with short blond hair and a bag of groceries in her hand. She had a very little nose and bright eyes. When he saw her, he stopped for a second. He did not stop walking, but he stopped concentrating on his path and followed her with his eyes. This women reminded him of his girlfriend Sally who broke up with him five months and 23 days ago. She broke up with him because he did not understand what feminism had to do with unisexual toilets and because he did not want to get children within the next year. Maybe she did not even love him.

He turned his head back on his path and nearly ran into a group of retired tourists that cried out, in their very British accent, how rude and awful these Americans are. Juniper did not worry too much about them, he was 80 percent Canadian.

The man with the backpack on his shoulders reached the subway station and dived into the open mouth of the tunnel. Down into the dark he went, or so he thought, he dreamed. Really the tunnels were very light thanks to the neon lights on the ceiling. He walked down the long stairs and through the tunnel. When he reached his station there was a homeless man. This man had a glimmer of the color of the night sky in his eyes and he looked straight at Juniper. The man did not seem to be drunk or paralyzed by other drugs. His look was sober and he had a little smile on his lips. Juniper stopped and looked back at him. „What do you believe in?“ asked the man. Now that he stood closer, Juniper saw the freckles around the night sky eyes. They built a mountain range with his wrinkles. „I think I believe in Freedom, Love and also in God, maybe.“ said Juniper who was not sure about his believes yet. „If you believe in Freedom, why do you think you will find it in the woods? Do you think it hides from the people?“ asked the old men and laughed suddenly, very loud and it made Juniper feel uncomfortable. He did not like these questions.

There were too many questions in the world. What is the meaning of life? Can true, lasting happiness be found? Can people have their own mind or are all our thoughts the product of mass media manipulation?

Juniper didn’t know the answer. He had so many thoughts in his mind and there weight was so heavy, he carried them everyday. This was one, maybe the main, reason for him to go into the woods. He needed to know if his longing for nature and silence could be fulfilled. „I hope to find peace of mind in the woods.” he answered the old man. The homeless smiled about that. It was a warm smile.

Eiswürfel

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Das Eis schmilzt in der durchsichtigen Flüssigkeit. Sein Pullover riecht nach ihm und ich will darin versinken. Wie in einem Bett in das man sich nach einem zu langen Arbeitstag fallen lässt, zwischen die riesigen Kissen und direkt unter die Decke. Bald sind nur noch wenige Eiswürfel übrig.
Das Mädchen wirft die Hände in die Luft und ruft es laut heraus: „Heute sind wir jung und am leben und das soll ruhig jeder wissen“. Denn zu leben ist das einzige Vergehen, dass man sich fast leisten kann. Das Entschuldbarste von allen. Wer ist schon zurechnungsfähig im Eifer des Gefechts wenn so viel auf dem Spiel steht.
Manchmal will man auch nur ein Mädchen sein. Man will das Mädchen sein, dass alle anstarren wenn es den Raum betritt. An dem jeder Blick hinunter und hinauf fährt, wegen dem man fast unwillkürlich pfeift, warum, das ist die andere Frage. Manchmal möchte man einfach nur sehr schön anzusehen sein. Und eine Zierde für seinen Verstand bilden. Und manchmal auch eine Zierde für seinen Freund.
Ich bekenne das, schließlich ist es besser es zu sagen als so zu tun als wäre ich als Feministin kein Mädchen. Als wollte mein Frauenkörper nicht die Anerkennung seines Männerkörpers. Aber vor allem sehnt sich meine Gedankenwelt nach seinem betäubenden Geruch. Diese Mischung aus Liebe, Zuhause, Familie und „mit mir wirst du Abenteuer erleben“ ist was mich immer wieder groß träumen lässt.
Lass uns groß träumen.

 

STIMME DER UNENDLICHKEIT

Wir alle haben doch diese check-liste in unserem kopf auf der wir festhalten was wir noch in unserem Leben machen wollen. Aber was wenn wir nichts mehr davon machen könnten? Wäre uns das trotzdem genug? Wenn man so am Meer steht und den Rand seiner Welt sehen kann wird die Stimme der Unendlichkeit zu einem tosenden Sturm der unüberhörbar nach einem ruft. #christoteama #santander

Nuestra Esperanza

Das ist aus vielen Gründen einer meiner liebsten Verse, vorallem aber weil er immer wieder auftaucht. Que seas fuerte y valoroso! Auf spanisch bleibt es dieselbe Nachricht: Seid tapfer und habt keine Angst denn Gott ist bei euch, zu jeder Zeit und an jedem Ort!
Das ist eine der Erfahrungen, die ich am Reisen liebe. Die Menschen, die Kultur, die Sprache, das Essen – wenn man weit genug geht scheint sich alles zu ändern. Doch Einer bleibt beständig wie sonst Nichts, der der alles erfunden hat, jedes Lächeln und jede Träne von mir zählt und die Welle schon kennt bevor der Wind aufkommt.
Gott war, ist und bleibt derselbe.
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Von oben

Wenn man ganz oben auf dem Berg steht kann man sie riechen, die Freiheit. Was hinter dir liegt wissen nur noch deine Füße, aber hier und jetzt sind deine Lungen voll von Einzigartigkeit. Eine der besten Erfahrungen an seeeeehr langen Wanderungen: Das Ende.
Süß, leicht und man fühlt sich als könnte man alles schaffen (bis man sich hinsetzt, dann schläft man direkt ein). Manchmal finde ich ist leben so ähnlich, ich hoffe das Ende eines Tages auch.
Cheers to the smile of the arriving.

Seiten

Jeder von uns träumt so unterschiedlich. Der Eine bekommt eine Gänsehaut beim Anpfiff, den Anderen begeistert nichts mehr als den Bass in den Knochen zu spüren. Sie legt Charakter und Kreativität in das Outfit, das sie wählt und ihre Schwester verliert alle Sorgen wenn sie die digitale Welt erobert. Ich fühle mich wohl wenn alte und neue Papierseiten durch meine Finger wandern. Manchmal sehe ich die Anderen und sehe nur das was ich nicht mit ihnen teile. Aber wenn ich die Augen richtig auf mache erkenne ich, dass wir alle als eine Familie gemacht sind. Eine Familie mit einem Vater und einer Leidenschaft die wir alle in uns tragen. Liebe.