[Rahmenbedingungen / Frameworks]

Letzten Monat war eine Freundin seit langer Zeit wieder zu Besuch und anstatt schon gleich in den regen Austausch von Erlebnissen und Eindrücken zu gehen, beschlossen wir das örtliche Museum zu besuchen. Wärend wir so umherschlenderten fielen uns immer wieder einige unpassende Bilderrahmen auf, die eigentlich die Gemälde angemessen präsentieren sollten. Doch leider waren viele Rahmen in ihrer Form und Farbe absolut unvorteilhaft für die eigentliche Kunst, da sie ihrem Inhalt keineswegs gerecht wurden. In manchen Fällen schien der Rahmen tatsächlich sogar eindrucksvoller als das Gemälde selbst. Und nur in wenigen Fällen ergaben Bild und Rahmen eine wirklich ausstellungswürdige Komposition. Doch an diesen Gemälden blieben wir länger stehen und betrachteten sie um uns an dem schönen Zusammenspiel von Leinwand, Holz und Farbe zu erfreuen.

Seit diesem Tag versuche ich in vielen Situationen (die nicht unbedingt immer etwas mit „Kreativ-Kunst“ zu tun haben) eine gewisse Weitsicht beizubehalten. Ich versuche gute Rahmenbedingungen zu schaffen.

Ich finde manchmal sollte man sich wenigstens auf anstehendes Chaos vorbereiten können, das in so vielen Bereichen des Lebens hervortritt. Ich kenne das Gefühl nur zu gut: Alles auf den letzten drücker machen, abgeben, … weil Aufschieben nun mal wirklich verlockend ist. Aber selten hole ich so das beste aus mir raus. Mein Potenzial wird nur angekratzt, weil es nicht die Möglichkeit bekommt sich zu entfalten.

Und das gleiche gilt für die Nachbereitung.
Nachbereitung? Was ist das überhaupt?
Für mich kann das von ganz normalem Nachdenken, über Reflexion, bis hin zu Gesprächen mit anderen Menschen mit Raum für ihre Tipps und Verbesserungsvorschläge gehen. So kann man aus Fehlern lernen (was die allerbeste Gelegenheit zum Lernen und zu spürbaren Verbesserungen bietet!).
Vor allem durch die Hilfe von Freunden oder Bekannten bekommt man die Möglichkeit auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Es ist wichtig aus der gegebenen Situation herauszutreten und die Dinge mit einem gewissen Abstand zu betrachten. So fallen einem ganz neue Sachen auf und man beginnt automatisch damit an sich selbst zu arbeiten.

Wachstum vorantreiben, damit man nicht in einer Sackgasse zum Stillstand kommt.

[Und weil ich im Grübeln und Nachdenken schon lange eine Meisterin bin, arbeite ich in Zukunft an meinen vorrausschauenden und -planenden Fähigkeiten. Der Fortschritt ist immer sehr willkommen!]

~ Anne

holy shit.

Es ist ärgerlich, wenn der letzte Bus nach Hause einfach so ausfällt und niemand da ist um dich von der Haltestelle abzuholen. Vielleicht sehe ich es nicht ein mir ein Taxi zu nehmen, vielleicht hatte ich auch ein Bier zu viel, vielleicht brauchte ich aber auch Zeit für mich. Letztendlich hab ich nachts um 1 alle möglichen Abkürzungen gesucht um irgendwie nach Hause und in mein Bett zu gelangen. Und seit langer Zeit hatte ich wieder Angst im Dunkeln und zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Angst vor Wildschweinen. Ich musste einfach darauf vertrauen, dass Gott mich beschützt und nicht zulassen wird, dass mir irgendetwas zustößt. Vielleicht müssen wir manchmal dazu gezwungen werden Zeit mit Gott zu verbringen. Manchmal habe ich einfach keine Lust mich an Gott zu wenden, auch wenn ich genau weiß, dass er mir helfen kann und möchte. Schön blöd! Ich weiß…
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Warum holyshit? Es ist kein cooler Name, nicht wirklich. Vielleicht ist er auch nicht besonders originell. Aber es gibt so viele dieser Momente, die einfach gerade heraus als „Scheiße!“ betitelt werden müssen. Und wenn wir vergessen Gott genau in diese Momente zu lassen bleibt alles schlichtweg scheiße.

eye contact

There was a time when I kept staring at the ground because I was afraid someone could see me and talk to me. An unhealthy habit as you start to abase yourself. Also you develop unexplainable hatred towards everyone around you and yourself. But it turned out I couldn’t hide from my creator. And when I began to open up in prayer I also opened up in person whenever I talked to someone. More and more I came to enjoy having conversations – even with complete strangers. My therapist would have been so proud!
Make eye contact with God – his eyes are already resting on you.

“Am I not a God near at hand”—God’s Decree— “and not a God far off? Can anyone hide out in a corner where I can’t see him?” God’s Decree. “Am I not present everywhere, whether seen or unseen?” God’s Decree.
[Jeremiah 23,23-24]

Kindliche, sorglose Freude

Eine Horde Grundschulkinder erobert den Bus.. eingentlich sind es nur zehn, aber sie sind mindestens so laut wie eine ganze Horde. Mein erster Gedanke: ‚Oh nein, bitte nicht!‘ Dann höre ich aber genauer hin, wie sie sich mit ihren aufgeregten Stimmchen über Sitzplätze und Fahrtrichtung auslassen.
Eine Busfahrt, etwas was ich fast täglich mache, wird bei ihnen zu einem seltenen Abenteuer. Etwas zum auskosten und sich darüber freuen. Dabei fahren sie nur nach Hause. Und es war auch nicht der erste, sondern schon der dritte Schultag.
Was für ein Geschenk, das Abenteuer in jeder Gelegenheit zu finden. Was für ein Geschenk, dass Kinder uns daran erinnern im Moment zu leben und aus scheinbaren Kleinigkeiten ein Abenteuer zu machen.
Vor einiger Zeit habe ich mir oft gewünscht abenteuerlustiger zu sein doch meine Ängste und Sorgen hielten mich davon ab. Ich hatte Angst alleine das Haus zu verlassen, ich hatte Angst etwas mit meinen Freunden auszumachen weil ich mich vor Ablehnung fürchtete. Ich traute mir selbst nichts zu, also ließ ich es „einfach“ bleiben. Ich hatte keine Sicherheit, kein Vertrauen, nur mich und mein kleines, zerbrechliches Leben. Bis Gott mir den Mut gab die Abenteuer in meinem Leben zu suchen.

 

tunnel vision

What’s tunnel vision for a girl like me?

I’m so blessed by gods grace and yet I only see all the things I still have to take care of. And instead of shrinking, the to-do list only duplicates. Finding beauty in the exact moment you live in is difficult when you only concentrate on the things that lie ahead. But what can you accomplish right now?