sundays for future // hoffnung

Wir leben in einer Zeit, in der Menschen auf die Straßen gehen, um ein Zeichen zu setzen, vom wichtig schwätzen zum richtig machen übergehen und sich dafür einsetzen, dass wir weiterhin in einer guten Welt fortbestehn. Diese Sache zieht sich durch die Straßen, am Staatstheater vorbei und füllt die Gassen bin hin zum Landwehrplatz mit lautem Geschrei, gegen das Unrecht.

Steh auf und sei mit dabei ansonsten geht es allen die nach uns kommen schlecht, denn das was gerade so unheilvoll in Zahlen gepackt bei Tageschau zu sehen ist, von brennenden Wäldern und schmelzenden Gletschern und aussterbenden Tieren, das gibt es alles echt.

Was ist das was Diktatoren das Fürchten lehrt? Was ist das, was jedes kleine ausgehende Herzensfeuer nährt, und was jeden Gedanken ans Aufgeben erschwert, das was meine eigene Verzweiflung eines Besseren belehrt, mir die Geschenke unterm Weihnachtsbaum beschert und mit mir an der Hand immer wieder zur Quelle neuer Kraft zurückkehrt?

Hoffnung.

Dieses Wort, das eine Sache beschreibt, die manchmal zum schneiden dick und doch unsichtbar ist, sich in keiner Maßeinheit misst, und doch so mächtig über Geschicke bestimmt, dass man sie ernst nimmt: Dort am stärksten, wo man sie wegen all der Dunkelheit am wenigsten vermuten will – Hoffnung.

Neue Kraft, das klingt vielleicht wie Musik in deine Ohren.

Es gibt hier jetzt die Einen, die strotzen nur so vor lauter Kraft, dass sie ihnen aus allen Poren dringt, und es gibt die Anderen, die mehr so wie ich sind, die das Leben fast tagtäglich in die Knie zwingt während es sich anfühlt als ob einem nur zwölf Prozent von allem was man angeht gelingt. Vielleicht startest du oft beschwingt in den Tag mit dem Vorsatz, dass heute wirklich alles gut wird, du einfach dein Bestes gibst und alles nicht so schlimm ist wie vielleicht ausgemalt, und am Nachmittag zittert dein Herz und schreit deine Vorsätze an:

DU HAST DICH GEIRRT,

 alles was dir an guten Vorsätzen im dummen Gehirn rumschwirrt wird dich nur verletzen, erwarte nichts, niemals, dein Erfolg wird ausbleiben, die Nachricht auf die du gehofft hast, wird dich versetzen wie schon so oft und du wirst all die zerbrochenen Scherben des Vertrauens auf das Gute mit Tränen der Ernüchterung benetzten.

Wie dumm du bist, dass du noch glaubst spottet mein Verstand.

Du solltest aufgeben und stumpf vor dich hinleben, und niemals mehr ausgeben als du dir wirklich genau kalkuliert leisten kannst, und die Angst, mein Freund die Angst die dir wachsam im Nacken sitzt, die ist die Stimme auf die du hören solltest. Erinnerst du dich noch an eine Situation, in der du mal trotzdem weitermachen wolltest und gesagt hast: Neee ich glaub aber voll fest daran, das ist meine Hoffnung: dass die Eisbären nicht aussterben, dass meine Oma gesund wird, dass ich es endlich schaffe aufzuhören zu rauchen und dass andere aufhören mich nur dann zu brauchen, wenn es ihnen schlecht geht, daran, dass aus zerrütteter Beziehung unmögliche neue Freundschaft und Annahme entsteht und daran, dass trotz ständigem auf der Stelle treten und drohendem Abgrund mein Leben noch weitergeht

Vielleicht ist alles, was dich gerade über Wasser hält die Hoffnung auf eine neue Welt.

Diese Erde müssen wir nicht festhalten, sie wird vergehen, begraben werden wie Herbstlaub unter Schneewehen, die riesigen Wellen und Winde der Fluten und Gewalten werden die Natur nicht mehr gestalten und wir Menschen werden nicht mehr die sein, die eingesetzt wurden, um zu verwalten, nichts bleibt beim Alten, stattdessen etwas wirklich wunderbares Neues entstehen.

Hoffnung meine gute Freundin, dich lasse ich niemals los. Du bist das Floß auf dem ich vertrauensvoll über Abenteuerflüsse schiffe. An dir halt ich mich fest, du bist einer meiner letzten Griffe in die vermeintliche Luft wenn der vermeintliche Weg in die Gruft ansteht.

Es gibt nen Songtext der geht:

Es gibt noch Hoffnung gib nicht auf, denn Gott ist bei dir, vertrau darauf, es scheint ein Licht in der dunkelsten Nacht, Gott verspricht, dass er keine Fehler macht. Keine Fehler?

Ich habs mal ausprobiert, schon öfter ehrlich gesagt, mein Vertrauen auf diesen vielleicht vermeintlichen Gott gesetzt, und manchmal nur drauf gewartet, dass er versagt, ihm trotzdem jeden Tag mein Leid geklagt und einmal trotzig nicht verzagt, ganz fromm an das geglaubt was ich nicht sehe, aber im Verborgenen liegt.

Und dann, mitten im Hoffen, dann werde ich auf einmal aufgeregt,stehe voller Erwartung auf, von meiner Ersatzbank des Lebens und entdecke voller Erstaunen und Ehrfurcht etwas, dass wie die unfassbar glanzvolle Wahrheit auf mich zufliegt:

Mein Gott hat diesen unbesiegbaren Riesen besiegt? Über alle miesen Alltagssituationen gesiegt, sodass jeder Gedanke an Unmöglichkeit verfliegt!

Er ist größer als ich gedacht habe, dass er sei, kommt nicht nur auf nen Sprung in meinem und deinem Leben vorbei und tätschelt mir den Kopf sondern greift voller Güte da ein wo Hopfen und Malz verloren war.

Wir feiern bald, dass die Jungfrau den Sohn gebar, und wenn mich jetzt jemand fragt, warum mir die Sorge nicht das Herz zerfrisst, dann kann ich immer wieder sagen, dass dieser Jesus, kleines Kind, Mensch voller liebe, allmächtiger Gott, meine ganze wunderbare Hoffnung ist.

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