ELI

Piano and Hammond neatly rested in the center of the place of worship. The choir left, it is late and all the eyes can make out in the smooth blue night light are the shapes of the instruments. Then the rhythmic sound of sweeping is heard. A middle aged man with a broom taking care of the holy place. You hear his singing, probably because the acoustics make his voice grander in the hall, but some notes are rough, still, a passionate heart beating behind them is heard. Just a humble servant taking care of temple.

‚All the street lights, glowing
Happen to be just like moments, passing
In front of me, so I hopped in the cab and
I paid my fare, see I know the destination..‘

A blink of the eye and the man is joined by a piano glistening with the stars in his best language furthermore, while the Hammond enriches the depth of the moment with its warm pipes. The servant is singing, supported discreetly by a brother embellishing around his melody. He sings these lines over and over, It is a raw, emotional, honest without shame and pride. Offering himself to Him.

I wouldn’t encounter this song until I heard Daniel Ceasars‘ rendition many years later, wondering who could write such a song that fit perfectly to my view on life back then. A song about being too slow for the world, fearful of not being able to grow and mature, uncertain of the future. All these memories I had, the heartbreaking and uplifting, passed me by too quickly. It was this rendition that I listened to most of the time where I didn’t know what God planned and where He took me. Little lights of memorable moments and in between and front of me. Where does this road go? Why is it so dark between the lights? Why am I moving too fast? One moment led to the next, not ever grasping the full context. I remember multiple walks home late at night in the cold air while listening, contemplating, trying to make sense of it all. It became a special song to me.

As I found out who really wrote Streetlights, and on which album it appeared on, it took me back to the time as a ten year old kid when I was playing songs out of 808s and Heartbeaks from my PSP. When having a sleepover at my cousins place was a rare gift that was only granted on seldom occasions, in turn fully living out every second I was there. The album just came out, and my older cousin, which I will forever be grateful to have been influenced and defined by in terms of music, was playing it on repeat, having listening sessions with us. But we only let the hard hitting beats on the album play, skipping the songs that were more subtle and slow. Streetlights was never part of the memory. Welcome to Heartbreak, Amazing, Robocop, Heartless and Love Lockdown were the most prominent songs and the ones that were loaded on my PSP. It was the start of a new world to explore for a ten year old filipino-german kid, back then, when everything was new.

Now almost eleven years later, after this album helped shape an entire generation of new rappers, after witnessing a whole lot of mistakes, stage crashes, red hats, and mental breakdowns, women over women- after self harming thoughts and constant self judging, after years of crippling self confidence and convinced insignificance, after finding street lights –

I sat there, looking at him sing it, expecting the last line to be

‚But I’m just not there‘

Yet, I heard,

‚God took me there.‘

The questioning turned into answering, the suffering turned into healing, the sinning into redeeming. From a self-proclaimed god to a humble worshipper. From a kid with no meaning to a man of purpose. The ego and the self-critic came to the same truth, the only way out of our search for purpose and fulfillment. And in that holy place, dimly lit by blue lights, with the piano and the Hammond playing, with the servant holding the broom singing, I was singing with him. In awe of that one changed lyric, applied to my life once again and on the deepest level. We both looked back at the street lights, in the presence of this truth, and this love and it all made sense. This answer.

JESUS IS KING.

Verheiratet Vol. 1

Ein goldener Ring steckt an meiner linken Hand. Er ist das Ebenbild des Bruders den mein Mann trägt. Ich habe mich schnell daran gewöhnt „mein Mann“ zu sagen. Schwieriger ist es einen neuen Namen zu verinnerlichen. Dieser neue Nachname ist jetzt meiner, den alten lege ich Stück für Stück in die Schublade der Erinnerungen. Jedes Mal wenn ich mich am Telefon melde oder einer Dozentin meinen neuen Namen nenne, komme ich mir vor wie ein kleines Kind das erwachsen spielt. Ich erwarte unwillkürlich, dass gleich jemand aus dem Off springt und ruft: „Was soll das Vero, jeder weiß, dass das nicht dein echter Name ist!“. Dann fängt die andere Person am Telefon an zu kichern und meine Dozentin zwinkert. Wie wenn man Prinzessin oder Detektivin spielt. Dann fällt es schwer, zwischen Realität und Traum zu unterscheiden. Was ist echt und was ist Wunschdenken? Darum bin ich dankbar, für das schimmernde Stück Metall an meinem Finger. Unaufdringlich und unverschnörkelt unterstreicht es meinen neuen Beziehungsstatus. Dann erinnert mich der Ring auch an mein „Ja“ mit Nachruck vor dem Altar in der schönen Kirche gegeben, vor fast allen Menschen, die ich liebe. Sie waren da, sie wissen es. Ich hoffe es bleibt noch ein bisschen so, sich an etwas zu gewöhnen passiert immer, wenn man aufhört darauf zu achten. Irgendwann vergesse ich bestimmt auch, wie meine alte Unterschrift ging und wie sich der andere Name angefühlt hat. Ich denke viel nach und drehe jedes Gefühl am liebsten dreimal um, bis ich auch selbst daran glaube, dass es sich erstmal nicht mehr ändert. An einem Ring drehen erweist sich als ziemlich hilfreich dabei.
Am verheiratet sein mag ich sehr: Das immer Zusammensein und das nicht mehr alleine Aufstehen. Jeder Tag hat die Konstante der Präsenz dieser anderen Person, die ich mehr liebe als alle Anderen. Ich habe mal auf einem Blog von einem frisch verheirateten Mädchen die Aussage gelesen: Verheiratet sein ist wie ein ewiger Sleepover mit deinem besten Freund. Dieses Bild finde ich sehr schön und sehr passend. Es ist eine Übernachtungsparty im Alltag, nicht immer, aber oft und ich versuche einfach nie zu vergessen, dass das mein bester Freund ist, der da neben mir liegt, und nicht nur der andere Teil meiner kleinen Familie und mein Mann.
Beim Nachdenken ist mir auch aufgefallen, wie ausschlaggebend die Entscheidung war, die ich vor drei Jahren getroffen habe. Da lag sehr viel mehr in dieser Entscheidung als nur die Wahl eines etwas abgespaced klingenden Studienfaches und einer Stadt, die klein und unbedeutend auf der Landkarte aussah. Ich weiß noch wie Gott damals geflüstert hat „mach das ruhig, das ist der Weg, den ich dir eröffne“. Ich wusste nicht wohin es geht, was mich erwartet, noch ob ich jemals mit diesem komischen saarländischen Dialekt klar kommen würde. Ich hatte Angst an einen Ort zu gehen, an dem ich stecken bleiben und meine Träume aufgeben würde. Ich hatte Angst meine Selbstständigkeit und meine Abenteuerlust zu ersticken.
Aber vor etwas mehr als einem Monat hab ich dann den Weg in eines der größten Abenteuer überhaupt gewagt, weil ich weiß, dass Gott dabei ist. Es ist nur eins von vielen, die sich durch das Leben in dieser Stadt ergeben haben und ich bin sehr überrascht darüber, dass mein Tatendrang hier kontinuierlich gewachsen ist. Es gibt tatsächlich noch größere Abenteuer als das Leben als Vagabundin und Künstlerin, von dem ich früher geträumt habe. Ich wurde dazu eingeladen mich einfach darauf einzulassen und das mit dem Aufgeben zu vergessen. Das ist es kaum erwarten kann, muss man wohl nicht erwähnen.

mehr oder besser ging irgendwie nicht

Beziehungsarbeit. Ich komme die Tür herein und im Klassenraum sitzen fünf Jugendliche, die hier ihre Ausbildung machen. Cheyenne erzählt lautstark wie sie diese eine dumme Fotze aus der Parallelklasse verprügelt hat und Melisa stimmt mit ein. Gelächter. „Ich hätt derre so eine ringezoh dass es am End die Zähn wieder grad gehott hätt.“. Evelyne hat ihr Handy unterm Tisch versteckt und sitzt schweigend und zurückgezogen mittendrin. Ich ignoriere die Handysache, weil es mir egal ist, solange sie später in der Praxis ordentlich arbeitet. Gestern hat sie mir entgegen ihrer sonst ruppigen Art fast kleinlaut erzählt, dass sie sich ihre Bankkarte von ihrer Mutter zurückgeholt hat, weil diese ihre seit ihrem ersten Ausbildungsgehalt „verwaltet“ hat. Von den 600 Euro Lohn hat Evelyne 50 Euro pro Monat gesehen. Ihre Haare sind zurückgekämmt und in einem Pferdeschwanz zusammengebunden, und ihr Gesicht sieht dadurch noch mehr so aus als wäre die Haut einfach wie dünnes Papier über ihre Knochen gespannt worden. Sie isst nicht gerne, nicht, weil sie sich bewusst dazu entscheidet, sondern weil es ihr glaube ich an Lebenslust fehlt.

Bleierne Müdigkeit liegt in meinen Armen und Beinen. Irgendwie ist heute einer dieser Tage, an denen ich jede noch so kleine menschliche Bürde nicht mehr ertrage. Alles ist so schwer, die Atmosphäre geladen mit so viel Druck, so viel Sehnsucht und Nicht-Ankommen, so viel Verlangen. Ich fühl mich manchmal als würde ich die Richtung kennen, in die es geht und dahin laufen, aber alle Anderen setzen sich wie Felsbrocken auf den Weg und starren stumm Löcher in meinen Rücken, bis ich die Spannung nicht mehr aushalte und mich zu ihnen umdrehe. Wieso lauft ihr nicht selbst? Ich geh auch voran, aber ziehen kann ich euch doch nicht, nicht alle! Jeder von euch weiß es doch eigentlich!

Neues kann man den wenigsten Menschen erzählen. Das Problem ist nicht, dass wir zu wenig wissen. Das Problem ist, dass wir zu viel fühlen was in dem Moment passiert und dem mehr Glauben schenken als allem, was wir eigentlich schon erlebt und ausgewertet haben. Erfahrungswerte muss man festhalten und ihnen immer wieder neu Bedeutung zu sprechen, sonst sind sie erfahrungswertlos. Kennst du das, wenn es Winter ist, und du seit Wochen in Jacke rumläufst? Wie schwer ist es, sich vorzustellen, man ganz lange Nachts nicht mal einen Pullover drüberziehen musste, weil es so heiß war? Alles was mal war, aber gerade nicht so ist, erscheint vollkommen unwirklich. Und deshalb fällt es uns so leicht die Datenbank der Wahrheit in unserem Gehirn mit akuten Emotionen und Ängsten zu überschreiben.

Ich helfe gerne, mit allen Beinen, Händen und Herzen, die ich habe, aber immer wieder reicht es wohl nicht. Was heißt denn dieses „Es hat gereicht“? Dass die Person ganz und sich selbst genug ist? Dass sie sich für das Richtige entschieden hat und dabei bleibt? Dass sie gesund ist, und im Schnitt fähig ist, ein gutes Leben zu führen? Ganz ehrlich, dann wird es niemals reichen. Die gesamte Energie meines ganzen Lebens zusammengebündelt würde das nicht vermögen. Woher ich das weiß? Weil sie oft nicht einmal genug ist um mich selbst bei Laune zu halten.

Punktuelles Investieren funktioniert bei einer Reaktion von einer Eisen/Schwefel-Pyramide. Einmal katalysiert und das Ding läuft von selbst ab. Menschen sind eher wie kochendes Wasser oder so. Man braucht eine Menge Zeit sie anzuheizen und ohne Wärmezufuhr fällt die Temperatur schnell. Aber Menschen können sich (zumindest oft) aussuchen, welchem Umfeld sie sich aussetzen. Gefrierschrank oder Herdplatte?

Wann soll ich jemanden sein eigenes Ding machen lassen, ohne ihn mehr zu ziehen, ihm zu sagen „Probiers doch nochmal“? Wann dränge ich jemanden in eine Farce hinein, indem ich ihn ermutige weiterzugehen? Wie lange gilt ‚fake it til you make it‘ ohne, dass der ungesunde Fake bleibt? Ich muss mich selbst oft genug davon überzeugen, dass alles doch nicht so schlimm ist, dass die Sonne wieder aufgehen wird, dass es nicht weniger Gott im Schatten gibt, und dass die Wahrheit nicht auf einmal nonexistent ist, wenn es regnet und ich sie nicht sehe. Ich denke, es ist richtig nicht nur die Wahrheit so zu nehmen wie die Gefühle kommen, und mich manchmal dazu zu entscheiden, an das zu glauben, was ich nicht sehe.

Es wäre so oft einfacher zu sagen „Mach was du willst, es ist dein Leben.“. Das zu sagen wäre berechtigt. Denn es ist dein Leben, und ich darf niemals vergessen, dass meine Entscheidungen allein in mein Leben gehören und nicht in deins. Sonst werde ich immer dich dafür verantwortlich machen, dass du meiner Entscheidung nicht gefolgt bist und keinen Bock auf die Extrameile hattest, die ich für dich gegangen bin. Mein Fehler. In meinem Lieblingsbuch steht: „Gib alles was du gibst so, dass du es nicht zurückbekommen müsstest.“ Denn oft kriegt man es nicht zurück. Ich kann es mir sehr gut überlegen, was ich gebe, mir sagen, okay, diese Ressource behalte ich für mich, die brauche ich. Denn alles was weg ist, ist weg. Es gibt keine Garantie dafür, dass etwas zurückkommt, und vor allem auch keinen Anspruch auf Entschädigung.

Alles richtig machen zu wollen – das kenne ich. Sich selbst klein und lächerlich  und mickrig zu fühlen – das kenne ich auch. Sich selbst zu hassen und wehzutun – das kenne ich nicht. Aber ich kenne die Ansätze der Dinge, die einen unglücklich machen und auch die, die einen glücklich machen gut genug  um zu wissen, dass es nie schlechter wird, wenn man jemanden hat, mit dem man reden und lachen kann, und bei dem man auf der Couch sitzen kann und sich zuhause fühlen darf, auch wenn die Person gar nicht da ist. Ich hab ne Couch und im Lachen bin ich ganz gut, dann bekommst du halt einfach das, bis mir was Besseres einfällt.

Wundersame Menschenwesen, das Schönste dieser Welt, was mir je begegnet ist, und trotzdem so viel Schutt und Asche in jedem Leben. Ich würde immer wieder alles darauf setzen. Nicht weil Menschen so verlässlich sind, oder so viel Güte und Freundlichkeit in ihren Taten liegt, das kommt zwar auch immer wieder vor, aber ich weiß von mir selbst am allerbesten, dass ich in einer einfachen Kosten-Nutzen Abrechnung immer noch mehr Ressourcen verbrauchen würde als welche zu schaffen, als diese Welt besser zu machen, was auch immer das heißen soll.

Trotzdem, Mensch, wenn du vor mir stehst, dann kann ich nicht anders, als zu sagen, du bist es wert. Und das ist vielleicht oft der erste Tropfen im Glas der Wertschätzung des anderen Lebens, das nach oben hin gar keinen Rand hat. Deswegen wird auch nie reichen, was ich ausgieße. Aber mit jedem Mal wird es ein bisschen reicher. Und das reicht mir.

Wert schenken

– „Wärt ihr nicht gewesen, wäre ich vielleicht nicht hier geblieben.“

– „Wegen euch bin ich in diese Stadt gezogen.“

– „Wegen euch bin ich hierher zurück gekommen.“

[Ein Gespräch unter Freunden, das mir immernoch Gänsehaut verursacht, wenn ich daran denke.]

Ohne euch wäre es nicht mal halb so schön hier. Ihr macht aus jedem beliebigen Ort (m)ein Zuhause. Danke.

Ein Hoch darauf, dass wir mit Worten Wert schenken können!

Aus gewisser Entfernung betrachte ich eure Gesichter, umtanzt von kleinen Lichtpunkten, die sich mit mir an eurer Schönheit zu freuen scheinen. In euren Gesprächen verweben sich Mimik und Gestik. Aus dieser Distanz gesehen – eine einzige Interaktion: Wie ihr einander anseht, voller Freundlichkeit und ernst gemeinter Anteilnahme. Jedes Lachen ist ehrlich und darum so überaus ansteckend.
Mittlerweile kenne ich euch schon so gut, dass ich schon ungefähr weiß was ihr zueinander sagen könntet und doch könnt ihr mich immer wieder überraschen und umwerfen. Ich bin immer wieder aufs Neue begeistert von eurer Art und eurem Einfallsreichtum, mit dem ihr Freude und Liebe verschenkt, als wäre es das Einfachste auf der Welt.
Mein Leben wird mit euren Farben eingefärbt und wird dadurch um so viele Nuancen bunter. Der Klang eurer Stimmen eilt euch voraus, sodass ich schon lächeln muss bevor ich euch schließlich um die Ecke biegen sehe.
Mit euch fühle ich mich einfach wohl. Und das bedeutet mir so viel. Ihr seid Familie.

Wir feiern uns, wir feiern dich. Denn es gibt immer einen Grund zu feiern und sei es „nur“, dass du geboren bist. Wie schön. Wie überaus – und wunderschön.
Welch grandiose, wunderbare, hervorragende, herrliche, famose Wirklichkeit, die ich mit dir teilen darf.
Wie schön, dass es dich gibt!

 
~ Anne

Traumzauberbaum

 

Nun – einmal stehn und ruhn,
bevor sie weiter geht.
Innehalten – durchatmen.
Da steht sie nun und kann mal ruhn.
Nach all dem was ging, vor all dem was kommt.
Inmitten ihres Gleichen
stellen sich für sie ganz unbemerkt und doch ganz klar, allmählich nun die Weichen.
Da steht sie nun
kann in sich ruhn
Das was sie war – so wie sie sich sah
einst klein und fein – so stand sie da.
Am ersten Tag noch etwas zart
Doch jetzt steht sie da, auf ihre Art,
ganz ruhig und fest.
Einst sprang sie so aus ihrem Nest
Jetzt steht sie da
Die Sonne strahlt sie an
und weil sie scheinst gar nicht anders kann
strahlt auch sie. So steht sie da.
Die Sonne im Gesicht
und Wind kommt auf. – Er zieht an ihr.
Doch das stört sie nicht.
Denn sie weiß jetzt was sie kann und wer sie ist.

Traumzauberbaum

Ist wie ein Baum.
Ist fest verwurzelt – und doch beweglich.
Sie wiegt im Wind und tanzt mit ihm
Und kommt auch bald ein Sturmtief auf
wirbelt Zweifel, Ängste, Trübsal auf
beraubt sie ihrer Blätter, lässt sie im Regen stehn
ist das okay – die Zeit wird weiter gehn.
Und ist sie auch mal einsam, kalt und rau
erblickt sie eines Tages wieder himmelblau
den weiten Horizont.

Denn da steht sie nun – kann in sich ruhn.
Hat viel erlebt, sich stehts bewegt und gelebt
Hat Geduld probiert – gelernt.
Da steht sie nun – kann in sich ruhn
Denn sie ist schon wer – und kann so viel.
Sie ist ein Traumzauberbaum inmitten seines Gleichen.
Vielleicht auch nur ein Traumzauberbäumchen
Inmitten seines Gleichen
Der in sich viele Träume hegt
und sie in sich zauberhaft bewegt
Denn jedes dieser Pflänzchen sprießt
und wenn man´s gießt wird daraus ein großer Baum
Grad wie in einem Traum
wunderschön, wie er fest und sicher steht, sich dennoch stehts bewegt
stehts durch alle Zeiten geht
wie er mal hell – dann dunkelgrün,
dann bunt und glitzernd weiß
in seiner Pracht erstrahlt
fängt immer wieder an zu blühn…

Da steht sie nun
als Traumzauberbaum
Hält sie fest an ihrem Traum
Und dem Zauber, der sie umwebt
und auf ihrem Weg stehts mit ihr geht…

 

Für Mama

Ich kann mir nur vage vorstellen wie es für eine Mutter sein muss, ihr Kind in die weite Welt zu entlassen, ohne genau zu wissen was es dort erwartet.

Mama, du kümmerst (und sorgst) dich um so vieles aber wirst du jemals alles verstehen? Oder ist das garnicht notwendig?

Ich danke dir für jeden flüchtigen Einblick, den ich von deiner reinen Liebe bekomme, jedes Mal wenn wir miteinander sprechen.

Ich weiß unsere Beziehung wird niemals nicht kompliziert sein – aber sie wird für immer die sicherste und beständigste aller Beziehungen sein, die ich jeh erfahren durfte.

Zu erkennen, dass du nicht Superwoman bist, war gleichzeitig die härteste und die befreiendste Lektion die ich in meinen Teenagerjahren lernen durfte. Keiner von uns ist perfekt. Alles dreht sich um diese Erkenntnis. Und ich werde für immer daran festhalten, dafür wie ich mich selbst sehe und für diese besondere Verbingung zwischen Mutter und Tochter. Mittlerweile kann ich dankbar sein, für jede Auseinandersetzung, die ich mit dir hatte (sowohl äußerlich als auch innerlich). Dadurch, zu erkennen, dass wir uns zwar sehr ähnlich sehen aber doch unterschiedliche Menschen sind, lernte ich Vergebung, mich selbst zu lieben – und zu akzeptieren. Dich losgelöst von deiner Mutterrolle zu betrachten, als Frau, als Person zu sehen, lehrte mich die Bedeutung bedingungsloser Liebe und immer sein Bestes zu geben.

Diese Dinge brachtest du mir bei, vielleicht ohne es überhaupt zu wissen.

Mama, du kannst manchmal so umsichtig sein und in diesen Momenten will ich mehr so sein, wie du. Du kannst mich aber auch ganz schön unter Druck setzen und manchmal merke ich dann wie du das Beste aus mir herausholst, weil ich deine Meinung achte und dich stolz machen will.

Ich musste für mich lernen, mich von deinen Maßstäben zu distanzieren aber als dein Kind will ich mich niemals von deiner Liebe distanzieren.

Heute will ich der Welt zeigen, dass ich meine Mama liebe, weil sie schon so viel für mich getan hat. Unzählige Taten, unzählige Worte, von denen ich viele ablehnte, weil ich weder ihre Bedeutung, noch die liebevolle Intension dahinter sah. Aber letztendlich sehe ich, wie ich immer von ihrer Liebe getragen und beschützt wurde.

Danke Mama, dass du meine Trägheit erträgst und dich immer kümmerst, auch wenn ich manchmal wenig Einsatz zeige.

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~A

For my MUM

I can only imagine what it’s like for a mother to release her child into the world without ever knowing excactly what it may face there.

Mama, you care so much but will you ever fully understand?
And is that even necessary?

I want to thank you for the glimpses I get when we talk in private, the fragments of your love are so pure.
Our relationship will never not be complicated – but it’ll stay the most secure and stable one I’ve known up to this point in my life.

To realize you aren’t Superwoman was at the same time the hardest and the most liberating thing I have learnt in my teenage years. None of us are perfect. And it’s all about the way we deal with that perception. I will keep this reminder forever, for the way I see myself and for this special bond between mother and daughter. Because of the fights I had with you (externally and internally) and by realizing we may look alike (like a lot) but we are different persons, I was able to learn forgiveness and self love and – acceptance. Also by seeing you apart from being a mother but also a woman, a person I learned the meaning of unconditional love and how to always give the most you can for others.
You taught me these things, maybe without even knowing you did.

Mum, you can be so thoughtful at times and in these times I want to be more like you. You also can put a lot of pressure on me, but that’s because I value your opinion and I want to make you proud.

As a person I felt the need of distancing myself from your standards but as your child I never want to distance myself from your love.

So I want to tell the world today how much I love my mother, for she did so much for me throughout my life. Countless things and countless words, many of which I rejected because I couldn’t grasp the importance of them and I failed to see the motive of love behind it all. But in the long run I see how much I was protected and carried by my mothers love.
Thank you mum for always pushing my lazy ass further and for caring so much even when I gave so little.

[Sorry for not being able to express my emotions in German. I will try to translate though… for my mum, because I couldn’t tell her today. And I think a lot of mothers (of others) should read this, too.]

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